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haͤtte  auch  schon  4554  an  eine  Metamorphose  dieser  Art  denken
  können?  Um  eben  diese  Metamorphose  erst  noch  sicher
zu  bewirken,  mußten  Einleitungen  solcher  Art  erst  zu  Stande
gebracht  werden,  wie  diese  Koalition  des  Prälatenkorps  mit
dem  dritten  Stande  war.

Fast  viel  aber  schien  Herzog  Christoph  hierin  schon  gewonnen
  zu  haben,  wie  er  es  gleich  auf  dem  ersten  Landtage,
den  er  1551  hielt,  endlich  dahin  brachte,  daß  sich  8  Prälaten
mit  24  Städtedeputirten  zu  einem  Comité  oder  Ausschusse
vereinigen  ließen.  Zwar  war  dieser  Ausschuß  nur  eine  der
temporären  Deputationen,  wie  sie  oft  in  nachfolgenden  Zeiten
vorkamen,  aber  nie  noch  hatten  sich  bis  dahin  die  Prälaten
viellcicht  auch  nur  zu  einem  solchen  Ausschuß  mit  den  Städte-Deputirten
  vereinigt.  Wirklich  schien  man  auch  dießmal  zu
fürchten,  daß  jene  nicht  persnlich  erscheinen  würden.  Sie
mochten  vielleicht,  wie  sie  zum  Theil  schon  auf  diesem  Landtage
  gethan  hatten,  und  auch  wieder  auf  dem  folgenden  Landtage
  geschah,  einen  Deputirten  mit  Vollmacht  schicken,  sie
mochten  nicht  zur  gemeinschaftlichen  Arbeit  mit  den  Städte-Deputirten
  sich  erniedern,  sie  mochten  gerne  den  Herrn  spielen,
der  bloß  durch  seine  Gesandten  und  Bevollmächtigten  sich  erklären
  läßt.  Daher  hieß  es  im  Landtagsabschiede  sehr  nachdrücklich,
  daß  selbst  der  Prälat,  der  Krankheits  halber  nicht
erscheinen  könnte  —  und  nur  Krankheit  allein  schien  eine  gesetzmäßige
  Entschuldigung  zu  seyn  —  einen  andern  Prälaten  bitten
müsse,  an  seiner  statt  zum  Ausschusse  zu  gehen.

Doch  diese  Vereinigung  zu  einem  Comité  konnte  immerhin
  statthaben,  wenn  auch  der  Stände-Unterschied  blieb.
Nur  hatten  wohl  beide  Theile  schon  vielleicht  auch  auf  dem
Landtage  selbst  zu  einem  Konvente  sich  vereinigen  lassen,
beide  wurden  in  einem  Recesse  verabschiedet,  beide  siegelten