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die  Mitglieder  desselben,  die  ehedem  mit  den  landesherrlichen
Kommissarien  zusammengekommen  waren,  um  die  Rechnungs-Abhoͤr
  der  Einnehmer  zu  besorgen,  und  so  noch  immer  alle
Jahre  zusammenkamen,  spielten  jetzt  hiebei  eine  doppelte  Rolle,
auf  die  unstreitig  bei  der  ersten  Einrichtung  gar  nicht  gerechnet
  war.  Sie  sollten  mit  den  landesherrlichen  Kommissarien
untersuchen,  ob  bei  der  Kasse  traktatenmaßig  gewirthschaftet
worden  sey,  und  sie  doch  selbst  waren  es,  in  deren  Willkür
die  Kasse  das  ganze  Jahr  hindurch  gestanden  hatte.

Man  sieht  wohl,  wie  das  alles  jetzt  neu  haͤtte  eingerichtet
  werden  müssen,  wenn  es  den  neu  entstandenen  Verhältnissen
  entsprechen  sollte.

Erst  hätre  der  Ausschuß  allein  die  Rechnung  seiner  Ofsicianten
  revidiren  lassen  mögen,  und  alsdann  wäre  er  selbst
mit  dieser  seiner  Rechnung  vor  landesherrlichen  Kommissarien
erschie  n,  denen  man  billig  mit  gleicher  Gewalt  auch  von
Seiten  des  ständischen  Gesammtkorps  einige  Deputirte  zugeorduet
  hätte.  Was  so  geprüft  und  so  richtig  befunden  worden
  wäre,  hätte  auch  dem  strengsten  Zweifler  Genüge  gethan.
Doch  statt  einer  solchen  plan=  und  ordnungsmägigen  Responsabilität
  ward  sichtbar  Alles  bloß  zum  edelmüthigen,  guten
Jutrauen  herabgestimmt.

Dieß  war  unverkennbar,  wenn  man  auch  nur  die  Form
und  den  Gang  der  Dinge  ansah,  wie  es  gewöhnlich  beim
letzten  Akt  der  jährlichen  Rechnungsabhbr  gehalten  wurde.

Kein  unparteiischer  Mann  war  Revisor,  kein  Rechner
war  da,  der  nach  allen  den  Verhältnissen,  in  welchen  er  stand,

dieser  Einnehmer  zu  sehen  hatte,  so  fällt  es  in's  Auge,  daß
ehedem  auch  von  Seiten  der  Einnehmer  eine  gewisse  Kontrole
gegen  den  Ausschuß  statt  hatte.