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Allein  das  alles,  was  so  einzeln  zuwuchs  und  einzeln
gegeben  wurde,  war  doch  im  letzten  Resultate  weit  nicht  mit
den  Wirkungen  zu  vergleichen,  die  aus  einem  der  gewagtesten
Schritte  entsprangen,  zu  dem  sich  Herzog  Friedrich  kaum
acht  Monate  vor  seinem  Tode  hinreißen  ließ.  Der  Ausschuß
kam  hier  zu  einer  kleinen  Märtyrers-Glorie;  man  weiß,  was
dieß  helsen  kann!  In  der  That  hatten  sich  auch  wenigstens
ein  paar  seiner  Mitglieder  dießmal  als  standhafte  Männer  gehalten;
  der  Dank  dafür  mochte  billig  denn  dem  ganzen  Korps
zu  Theil  werden.  ·

Schon  längst  war  nämlich  Herzog  Friedrich,  dem  große,
weit  aussehende  Entwürfe  im  Sinne  lagen,  und  der  jetzt  von
einem  Entwurfe  zum  andern  fortrückte,  auch  wohl  nach  aufgehobener
  öftreichischer  Afterlehnschaft  schon  an  den  Kurfürsten
  von  Wirtemberg  dachte,  ?)  schon  längst  war

sten  erspart  würde,  der  sonst  mit  Hin=  und  Wiederschicken  der
Briefe  und  derselben  abgesonderter  Sieglung  aufgewendet  werden
  müßte,  dabei  auch  zu  Zeiten,  wenn  sonderlich  eilende  Sachen
  fürfallen,  solchen  angedeuteten  Verzugs  halber  nicht  wenig
Gefahr  fürlauffen  möchte,  mit  angehängter  unterthäniger  Bitte,
daß  wir  ihnen  ein  eigen  Innssegel  gnädiglich  vergönnen  und
zulassen  wollten.  Obwohl  vor  dieser  Zeit  allerhand  Ursachen
fürgefallen,  warum  man  ihnen  dieses  Begehren  zu  willfabren
Bedenken  gehabt,  jedoch  in  Betrachtung  angezogener  Motive,
  und  auf  das  gnädige  Vertrauen,  so  Wir  zu  unserer  getreuen
  Landschaft  tragen,  haben  Wir  ihnen  gnädiglich  zugelassen
und  vergönnk,  daß  sse  hinführo  ein  eigen  Innsiegel,  auf  die
Form,  wie  Wir  Ihnen  dieselbe  zustellen  werden,  wie  sich  gebürt,
  gebrauchen  mögen.“

Allo  zunächst  das  ständische  Gesammtkorps  erhielt  das  Siegel,
  aber  natürlich  wurde  es  nun  von  diesem  dem  Eollegium
der  Achtmänner  anvertraut.

S.  Lingelheims  Brief  an  Bongars  in  der  Briessammlung  des
ersteren.  S.  236.

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