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Bald  starb  endlich  Herzog  Johann  Friedrich  selbst;  *)
sein  Sohn  und  Nachfolger  Eber  hard  III.  war  minderjäbrig;
  zwei  schwache  Administrations.  Regierungen  folgten  auf
einander.  Das  Restitutions-Edikt  anschien.  #)JZur  schleunigen
  Vollziehung  desselben  kam  eine  große  kaiserliche  Armee
aus  Italien,  die  nach  geendigtem  Mantuenischen  Kriege  dort
entbehrlich  war,  und  jetzt  bequem  gleich  in  Ober-Deutschland
gebraucht  werden  konnte,  um  den  kühnen  Versuchen  der  protestantischen
  Stände,  gegen  willkürliche  Exekutionen  sich  zu
schützen,  mit  einem  Male  ein  Ende  zu  machen.  Es  wurden
Zeiten,  als  ob  man  mit  dem  offenen  Boote  das  Weltmeer
befahren  müßte.  Man  mochte  sich  dem  guten  Gott  empfeblen,
  und  den  Wellen  überlassen,  wenn  sie  vielleicht  noch  an's
Land  trieben.

Ob  das  seltene  Glück  Ferdinands  II.  selbst  bei  dem  allgemeinen
  Mißvergnügen  der  vornehmern  katholischen  Stände,
zum  vlligen  Ruin  der  Reichskonstitution,  unerschüttert  Fortdauern
  werde,  oder  ob  vielleicht  der  Schwedenkönig,  der
schon  ernstlich  drohte,  Glück  und  Sieg  haben  möge,  und  db's
denn  gut  seyn  werde,  wenn  sich  Richelieu  in  die  deutschen
Angelegenheiten  mische,  dieß  alles  waren  Kombinationen,  die
man  vorerst  nicht  berechnen  konnte.  Man  that,  was  sich
thun  lieh,  und  verbesserte  das  Regiment  zu  Hause,  so  viel
nur  möglich  war.  Nicht  bloß,  daß  man  kleine  Hausreformationen
  trieb,  wie  sie  jede  neue  Regierung,  um  dem  Publikum

So  schrieb  Christoph  Forstner,  ein  Mann,  der  wohl  wußte,
was  zu  Wien  vorging,  wenn  er  schon  in  Mömpelgard  faß,  an
seinen  Freund  Vernegger.  Siehe  Lebrets  Magazin,  Thl.  1IV.
S.  308.

*)  18.  Juli  1628.
**)  6.  März  1629.