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Räthe  alle  schienen  wie  Männer  handeln  zu  müssen,  denen
nicht  bloß  Vorsicht,  sondern  selbst  äugstliche  Schonung  oder
Gewinnung  des  Publikums  nothwendig  geworden.  Sie  kannten
  ihre  Zeiten  und  ihre  Leute.  Besonders  seit  daß  der  zweite
Administrator,  Herzog  Julius  Friedrich,  die  Landesregierung
angetreten  hatte,  und  die  eigennuͤtzigen  Plane  desselben  sich
entwickelten,  die  leicht  zum  größten  Schaden  des  jungen  Herzogs
  Eberhard  III.  ausschlagen  konnten,  so  schien  eine  gewisse
Koalition  des  Geheimen  Regimentraths  mit  dem  kleinen  ständischen
  Comité  fast  das  einzige  Mittel  zu  seyn,  das  der  Regierung,
  sowohl  in  ihren  einheimischen,  als  auswärtigen  Verhäl#tnissen,
  einen  festen  und  ungestörten  Gang  versichern  konnte.
Man  gab  nach,  oder  vielmehr  man  sah's  in  diesem  kritischen
Augenblick  nicht  ungern,  wenn  auch  die  Comité,-Herren  den
vormundschaftlichen  Geheimen  Rath  spielten.

So  geschah's  schon  1651,  daß  ,  wie  man  es  endlich  gewagt
  hatte,  auf  den  Leipziger  Konvent,  der  dem  Kaiser  zum
ersten  Male  einen  bewaffneten  Widerstand  ankündigte,
einen  Gesandten  zu  schicken,  man  auch  die  Comitck-Herren
die  Gesandtenvollmacht  wirklich  mit  unterschreiben  ließ.

Frei  und  froh  erklärten  sie  schon  vorläufig,  daß,  wenn  auf
diesem  Konvente  die  wirkliche  Gegenwehr  gegen  den  Kaiser
beschlossen  werden  sollte,  gewiß  die  ständische  Mitwirkung  nicht
fehlen  sollte.  *)

»)  Sattler  VII.  S.  35  glaubt,  man  habe  hier  den  kleinen  Ausschuß
  deßwegen  die  Gesandtenvollmacht  mit  unterschreiben  lassen,
damit  es  wegen  der  damaligen  Ungewißheit,  wer  der  Administrations-Regierung
  sich  annehmen  werde,  zu  Leipzig  mit  Zulassung
  der  wirtembergischen  Gelandten  keine  Schwierigkeit  haben
  möchte.  Osfenbar  ist  aber  dieses  nicht  der  richtige  Grund.
26.  Januar  1634  war  der  Administrator  Ludwig  Friedrich

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