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bebarrten  so  standhaft,  daß  sich  der  ganze  Landtag  zerschlug.")


Vergebens  suchte  endlich  der  Hof  auch  nur  durch  kurzdauernde,
  kemporäre  Verwilligungen  allmählich  eine  Gewohnheit
  des  Verwilligens  zu  bilden.  Vergebens  wagte  man  kleine
eigenmächtige  Erweiterungen  der  verwilligten  kurzen  Termine.
Vergebens  bat  man  oft  nur  noch  um  eine  so  geringe  Summe,
daß  es,  bei  einer  gut  eingerichteten  Kameralverwaltung,  kaum
der  Mühe  werth  zu  seyn  schien,  gute  Worte  zu  geben.  Milde
und  kübne  Versuche  aller  Art  waren  umsonst,  und  selbst  die
gewagte  Veränderung,  die  man  im  Prälatenstaate  machte,  war
fruchtlos.  Der  Ausschuß  und  mit  ihm  das  Gesammtkorps
der  Stände  blieben  so  entschlossen,  nicht  nachzugeben,  daß  sie
lieber  das  Aeußerste  wagen  und  die  rechtliche  Hülfe  zu  Wien
suchen  wollten.  99)

So  erhlelt  sich  bis  zu  Anfang  dieses  Jahrhunderts  ein
unerschütterliches  Andenken  der  alten  Grundsätze,  und  die  Gencration,
  die  noch  im  ersten  Jahrzehend  der  Regierung  Eberhard
  Ludwigs  in  kleinen  Comité  saß,  müßte  sich  über  manche
Herren  sehr  gewundert  haben,  die  sie  in  den  paar  letzten
Jahrzebenden  derselben  auf  ihren  Polskerstühlen  gesunden  hätte.
Zwei  Generationen  also,  die  sich  unmitrelbar  an  einander  anschlossen,
  schienen  um  mehr  denn  ein  Jahrhundert  von  einander
  verschieden  zu  seyn.

Schon  lange  war  nämlich  der  alte,  gute  Stamm  immer
schwächer  und  schwächer  geworden,  und  das  ganze  Korps,  das

*)  Siehe  Vorstellung  des  großen  landschaftlichen  Ausschusses  vom
10.  April  1756  in  der  Sammlung  der  wirtemb.  Staatsschriften,
Stück  2,  S.  27.

a0)  Vgl.  die  Nachrichten  von  den  Eberhard  Ludwig'schen  Militär=Anstalten
  in  der  landschaftlichen  Replik.
9  S