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wenn  die  Sache  des  Herzogs  recht  boͤse  gemacht  sey.  Welch
ein  Geheimniß  das  seyn  mochte?

Das  wußte  man  wohl,  ein  alchymistisches  Mittel  war's
nicht,  das  er  hatte.  Denn  die  Finanzen  seines  Herrn  waren
so  zerrüttet,  daß  man  die  dringendsten  laufenden  Ausgaben
nicht  bestreiten  konnte,  und  auch  eben  deßwegen  schienen  die
gewöbnlichen  Politiker  nicht  begreifen  zu  können,  daß  es  jetzt
die  rechte  Zeit  sey,  die  Landsiände  auf's  Aeußerste  zu  treiben,
und  einen  hoͤchst  kritischen,  kostbaren  Proceß  unvermeidlich  zu
machen.  Doch  der  Minister  mußte  ja  wissen,  was  er  that.
So  wie  er  es  rieth  und  trieb,  konnte  man  nicht  einmal  auf
einen  lange  dauernden  Prozeß  hoffcn,  was  sonst  ost  die  letzte
Hoffnung  der  Ungerechtigkeit  ist.

Schnell  genug  war  auch  Alles  vollendet,  sobald  nur  einmal
  das  Amt  des  höchsten  Reichsrichrers  aufgerufen  war,  und
mit  einem  so  unzweideutigen  Triumph  der  Landstände  vollendet,
  daß  man  sich  im  Reichshofrathe  wunderte,  die  hergoglichen
Sachwalter  auch  da  verstummen  zu  sehen,  wo  selbst  der  Richter
  nicht  ungeneigt  gewesen  wäre,  die  Terrikorialscheidung  zu
Gunsten  der  landesherrlichen  Hoheit  zu  machen.  ")

Aber  das  Arkanum  des  Ministers?  —  der  erschien  nun
wie  ein  Unwissender  oder  wie  ein  Verräther  ohne  Beispiel.
Der  schlich  sich  hinweg,  wie  ein  falscher  Spieler  von  der
Pharaobank  hinwegschleicht.  Der  hatte  planmäßig  gehandelt,
sobald  sein  Plan  war,  seinen  Herrn  und  Wohlthäter  dem
hoͤchsten  Reichsrichter  wie  gebunden  auszuliefern.

Zwar  was  die  Stände  an  eigemtlich  neuen  oder  auch  nur
klarer  ausgesprochenen  Rechten  im  neuen  Vertrage  gewonnen
hatten,  dessen  war  nicht  viel,  und  auch  das,  was  dem  Comits

*)  S.  einige  Stellen  im  ersten  Stück  dieser  Sammlung.