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angetastet  zu  werden  schien,  wenn  man  auch  nur  von  einigen
Maͤngeln  sprach.

So  blieb's  fast  zwanzig  Jahre  hindurch,  und  Herzog
Karl  selbst  that  leider  lange  wenig  genug,  um  die  freiwillige
Achtung  des  Publikums  neu  zu  gewinnen.  Er  trieb's  noch
langehin  in  Allem  genieartig,  und  freute  sich  uͤberall  mehr
nur  der  kolossalischen  Ausfuͤhrung  seiner  periodischen  Lieblings-Projekte,
  als  daß  er  den  inneren  Gehalt  oder  die  Zweckmaͤ-Higkeit
  derselben  pruͤfte.  Auch  erfuhr  er  wohl,  da  er  endlich
anfing,  der  Achtung  des  Publikums  zu  huldigen,  welch  ein
schweres,  langwähriges  Werk  es  sey,  neuen  Kredit  zu  sammeln.
Er  empfand  wohl,  wie  schwer  es  ihm  sein  eigener  rastloser
Geist  mache,  und  wie  noch  schwerer  sein  Zeitalter,  denn  gerade
  in  dieser  Zeit  war  auch  in  Deutschland  der  Ton  immer
herber  und  ungerechter  geworden,  womit  man  fast  laut  die
Fürsten  zu  richten  anfing.

Doch  aber  schien  endlich  das  Publikum,  das  nie  ein  ganzes
  Menschenalfer  hindurch  ungerecht  ist,  allmählich  zu  erwachen,
  und  wenigstens  im  Lande  selbst,  wo  man  nabe  genug
war,  jede  werdende  Katastrophe  zu  beobachten,  bildete  sich
bald  eine  neue  öffentliche  Meinung.  Dem  Herzog  wudde  sie
immer  mehr  günstig,  so  wenig  sie  auch  parteiisch  für  ihn
wurde;  das  ständische  Comlté  aber,  das  weiland  der  Heilige
des  Publikums  gewesen  war,  erfuhr  zu  gleicher  Zeit  fast  noch
schneller,  was  seit  zehn,  fünfzehn  Jahren  so  mancher  alte
Heilige  erfahren  hat.

Die  Ursachen,  die  bei  dieser  letzten  Veränderung  zusammentrafen,
  lassen  sich  nicht  alle  entwickeln,  weil  Alles,  was
Zeitgenossen  oder  noch  lebende  Menschen  betrifft,  immer  mehr
nur  leise  berührt,  als  ausführlich  beschrieben  werden  kann.
Auch  schont  man  wohl  bei  bffentlichen  Urtheilen  mit  Recht