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Lob  einernten  kunnen,  wenn  einst  bei  dem  künftigen  allgemeinen
  Konvente  der  Stände  Alles  klar  gemacht  wird.

Es  mog  vielleicht  gut  gewesen  seyn,  daß  eben  dieser
Konvent,  den  das  Publikum  gleich  nach  Herzog  Karls  Tod
wünschte,  nicht  eben  so  schnell  zu  Stande  kam,  als  die  allgemeine
  Stimme  ihn  forderte.  Wenn  Gott  nur  erst  Frieden
gäbe!  Unterdeß  gewann  und  gewinnt  das  Publikum  immer
mehr  an  Unterricht  und  Kenntniß,  und  so  denn  auch  immer
mehr  an  Verstand  und  Billigkeit.  Die  Ideen  läutern  sich,
was  eigentlich  denn  bei  der  Regierung  des  Landes  und  so
auch  vorzüglich  bei  dem  ständischen  Comité  reformirt  oder
viclleicht  mehr  nur  neu  geordner,  als  reformirt  werden  müsse.

Man  wird,  weil  man  späterhin  zusammenkommt,  nicht
mit  einem  Reformations-Eifer  zusammenkommen,  der  sich
durch  Neuerungslust  und  Schärfe  als  epidemischer  Eifer  des
Zeitalters  verrätt.  Man  wird  weise  und  billig  genug
seyn,  nicht  überall  alles  Vergangene  enthüllen  zu  wollen,  weil
gewöhnlich  keine  Reformationen  ungerechter  sind,  als  die,  die
mit  Straspredigten  über  das  Vergangene  anfangen.  Man
wird  unterdeß  die  scharfen  Idealzeichnungen  immer  mehr  aufzeben,
  die  für  das  Gute,  das  man  schon  genießt,  undankbar
machen  und  zugleich  dem  allgemeinen  Wunsch  ein  Ziel  vorstecken,
  das  nie  erreicht  werden  kann.  Man  wird  bald  finden,
daß  den  alten,  schönen  Formen  des  Comité-Instituts  nur  ein
wenig  nachgeholfen  werden  dürfe,  um  es  eben  so  passend  auf
unsere  Zeiten  zu  machen,  als  es  ehedem  dem  Zeitalter  Herzog
Ebristophs  eutsprach.  Ach!  gutes  Vaterland,  wenn  nur  das
alles  so  wird!

Wirklich  ist  doch  aber  auch  ein  großer  Theil  dessen,  was
sich  das  Publikym  als  Reformatlonsmittel  ausgezeichnet  zu