IV.

Vorrede  zu  Johann  Jakob  Moser's  wirtembergischer
  Bibliothek,  vierte  Auflage.

Diese  neue  Ausgabe  der  Moserischen  Bibliothek  von  wirtembergischen
  Schriftstellern  traͤgt  noch  immer  mit  vollem  Recht
bloß  den  Namen  ihres  ersten  Verfassers,  obschon  jetzt  fast  ein
Viertheil  derselben  aus  Vermehrungen  und  Verbesserungen  besieht,
  denn  der  ganze  alte  Moserische  Plan  ist,  einen  Punkt  *)
ausgenommen,  unveraͤndert  ebenderselbe  geblieben,  so  mangelhaft
auch  manche  seiner  Einrichtungen  seyn  mochten.  Man  glaubte
einmal  voraussetzen  zu  muͤssen,  daß  das  Publikum,  dem  ein
Werk  dieser  Art  zunaͤchst  bestimmt  ist,  mit  der  angenommenen
  Ordnung  desselben  bis  zu  einer  solchen  Gewohnheit  sich
vertraut  gemacht  babe,  die  nicht  gerne  mehr  über  besseren
logikalischen  Eintheilungen  rechten  läßt.  Auch  hat  man  es
nicht  gewagt,  irgend  eine  Notiz  hinwegzulassen,  die  Moser
für  wichtig  genug  hielt,  beizufügen,  noch  weniger  hätte  man

*)  Das  zweite  und  dritte  Kapitel  ist  in  eines  zusammengezogen
worden,  weil  es  oft  mit  gar  zu  großer  Unbequemlichkeit  verbunden
  war,  das,  was  über  das  ganze  Leben  einzelner  Herzoge
geschrieben  ist,  von  dem  zu  scheiden,  was  bloh  einzelne  Begebenheiten
  derfelben  betrifft.  Auch  das  ganze  Kapitel  von  den
Deduktionen  mußte  nothwendig  ganz  anders  geordnet  werden.