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Publicitaͤt.  Das  Beispiel  Friedrichs  des  Großen  hatte  endlich
  fast  auf  alle  deutsche  Regierungen  gewirkt,  die  Erhaltung
und  Beguͤnstigung  der  Publicitaͤt  war  eine  Ehrensache  geworden,
  und  die  wohlthaͤtigen  Wirkungen  derselben  waren  so  allgemeinfuͤhlbar,
  daß  man  selbst  dem  merkantilen  Geist,  der  oft
aus  dem  Munde  der  Gelehrten  fuͤr  sie  predigte,  gerne  noch
verzieh.  Bekanntlich  hat  sich  das  alles  in  wenigen  Jahren
schrecklich  geändert,  und  wer  von  der  innigen  Verbindung  der
Poblicität  und  des  allgemeinen  Wohls  lebhaft  überzeugt  ist,
mag  mauches  Buch,  das  er  in  seiner  Bibliothek  stehen  hat,
und  das  er  vielleicht  zu  den  nätzlicheren  derselben  rechnet,  mit
der  geheimen  Ueberzeugung  ansehen,  daß  es,  zehen  oder  zwanzig
  Jahre  später,  nie  erschienen  wäre.  6

So  vereinigten  sich  also  viele  Umstände,  um  der  wirtembergischen
  Geschichte  ein  vortheilhaftes  Loos  zu  machen,  und
ich  darf  wohl  noch  hinzusetzen,  viel  trifft  noch  gegenwärtig
zusammen,  diesem  Loos  gewiß  eine  weit  längere  Fortdauer  zu
geben,  als  man  nach  dem  Geist  des  Zeitalters  und  dem  gewöhnlichen
  Wechsel  menschlicher  Dinge  erwarten  sollte.  Ein
Zögling  Friedrichs  des  Großen  sitzt  auf  dem  Throne  und
ein  Zögling  Friedrichs  des  Großen  wird  ihm  nachfolgen.  Der
berrliche  Segen  von  Aufklärung  und  neuer  Thätigkeit,  der  von
der  Stuttgartischen  hoben  Schule  ausfloß,  wird  auch  nach  ihrer
Erldschung  ein  volles  Menschenalker  hindurch  in  allen  Kollegien
  des  Landes  und  im  ganzen  Geist  der  allgemeinen  Gesinnungen
  fühlbar  bleiben,  weil  Lehrer  und  Schüler,  die  sich,
umschlungen  von  den  Banden  dieses  in  seiner  Art  einzigen
Instituts,  zusammen  gebilder  und  wechselsweise  gebildet  haben,
nach  und  nach  in  alle  die  Aemter  eingerückt  sind,  auf  deren
Besetzung  und  Art  der  Verwaltung  die  Erhaltung  des  öfsentlichen
  Geistes  ruht.