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gleichguͤltig  seyn,  und  alle  die  kleinen  Unannehmlichkeiten,  die
fast  jeder,  Publicitaͤt  nnd  Literatur  beguͤnstigenden  Regierung
bald  von  uͤbel  unterrichteten  oder  hungrigen  Schriftstellern  begegnen,
  bald  auch  oͤfters  bei  oͤffentlichen  Ruͤgen  begangener
Fehler  oder  Ungerechtigkeiten  fuͤhlbar  werden,  sind  fuͤr  nichts
zu  achten  gegen  die  großen  publicisiischen  Gefahren,  die  für
Staaten  dieser  Art  aus  der  Hemmung  des  unerschrockenen
Untersuchungsgeistes,  dem  Mangel  der  Publicität,  und  also
auch  dem  Mangel  literarischer  Thätigkeit  entspringen.

O!  man  gewinnt  auch  ein  Land  unaussprechlich  lieb,
wo  das  alles  im  Schwunge  ist!  Und  nichts  vereinigt  mehr
die  Bürger  eines  solchen  Staats  zum  innigsten  patriotischen
Bunde,  nichts  gibt  dauerhaftere  Liebe  zur  Regierung  des  Landes,
  als  wenn  Geisteskraft  und  Untersuchungsgeist  frei  sich
üben  dürfen,  und  der  gescheitere,  bessere,  thätigere  Mann  der
geachtetere  Mann  wird.  Es  wird  in  Staaten  dieser  Art,  sobald
  sie  jenem  heiligsten  Grundsatze  als  Grundsatz  ihrer  Selbsterhaltung
  treu  bleiben,  ungefähr  eben  so  werden,  wie  es  in
England  ist,  und  wie  es  auch  unter  der  Regierung  Friedrichs
des  Großen  in  der  preußischen  Monarchie  war.  Viel  kritisiren
  über  diese  und  jene  Maßregel  der  Regierung,  viel  verwegenes
  Urtheilen  oft  selbst  über  die  Person  des  Regenten,
aber  sobald  es  einem  Beweise  der  Liebe  gegen  jene  oder  der
Aufopferung  für  diesen  gilt,  ein  Wetteifer,  der  das  schoͤnste
Schauspiel  menschlicher  Natur  ist.

Wac  were  denn  auch  in  den  Zeiten  des  dreißigjährigen
Kriegs  aus  dem  Fürstenhause  Wirtembergs  geworden,  wenn
sich  nicht,  unmittelbar  vor  dem  Ausbruche  desselben,  unter
der  seltenen  literarischen  Thätigkeit,  durch  die  sich  das  Land
damals  auszeichnete,  ein  Schlag  von  Jünglingen  gebildet
bätte,  die  mit  Manneskraft,  wie  Alles  schon  für  Eberhard  III.