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viel  schneidender  von  der  gegenwaͤrtig  bluͤhenden  sich  unterscheiden
  werde,  als  diese  offenbar  vom  großen  Haufen  der  allmaͤhlich
  hinwegschwindenden  alten  Generation  absteht.  Dem
Großvater  gellt  jetzt  schon  das  Ohr  ob  dem,  was  manchmal
der  Vater  zu  sagen  wage,  aber  wenn  einst  den  Enkeln,  die
jetzt  alles  Neue  frisch  und  rasch  aufnehmen,  das  große  Wort
zu  fuͤhren  gebuͤhrt,  so  werden,  aller  Wahrscheinlichkeit  zufolge,
noch  gar  andere  Worte  fallen.

Ueber  den  guten  Großmuttertrost  aber:  kommt  Zeit,
kommt  Rath,  ist  schon  manches  Gemeinwesen  zu  Grunde
gegangen,  und  die  liebe  alte  Frau,  die  diesen  einzigen  Trost
zu  geben  weiß,  hat  selten  große  Gefahr,  zu  erleben,  wie  schwer
der  Rath  wird,  wenn  die  Zeit  da  ist.

Was  wir,  denen  es  noch  gelten  kann,  zu  Abwendung
alles  moͤglichen  Ungluͤcks  thun  wollen,  muͤssen  wir  zeitig  thun,
und  was  wir  allein  thun  koͤnnen,  ist.  dieses  —  auf's  gewissenhafteste
  Alles  nach  Recht  und  Wahrheit  einrichten,  und  so
viel  irgend  moͤglich  ist,  unter  allen  Staͤnden  die  zweckmaͤßigsten,
  nuͤtzlichsten  und  klarsten  Kenntnisse  verbreiten,  auch  den
großen  Menschenhaufen,  gleich  durch  die  erste  Erziehung,  an
Reinlichkeit,  Arbeitsamkeit  und  Frugalitaͤt  gewoͤhnen.

Weiland  konnte  man  viel  auf  die  Kraft  der  religioͤsen
Empfindungen,  besonders  auch  derer,  die  die  christliche  Religion
  gibt,  und  somit  sicher  auf  die  Wirksamkeit  des  geisilichen
Standes  rechnen.  Allein  mit  jenen,  wie  mit  diesem  ist  leider
  eine  gewaltige  Veraͤuderung  vorgegangen,  die  auch  dem
Politiker  zum  lehrreichen  Beweise  dienen  mag,  wie  zusehends
Manches  hinwegschwinden  kann,  wozu  doch  in  der  Natur  des
Menschen  unverkennbar  eine  Disposition  liegt.  Und  bloß  befehlen,
  daß  es  da  seyn  solle,  hilft  nicht.

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