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Man  kann  mit  Befehlen  und  selbst  mit  Gewalt  nie  ausrichten,
  was  sich  mit  zeitig  getroffenen,  guten  Erziehungs-Anstalten
  thun  läßt.  Kommt  man  aber  mit  der  Veränderung
  oder  Einrichtung  derselben  etwa  auch  nur  um  ein
paar  Jahrzehende  zu  spät,  so  ist's  oft  noch  ein  großes  Glück,
wenn  unter  dem  Sturme  einer  vielleicht  nie  mehr  zu  ordnenden
  Generation  eine  neue,  bessere  nachgebildet  werden  kann.
Ueberdieß  ist  man  mit  den  sogenannten  gelehrten  Erziehungs-Unstalten
  noch  weit  schneller  wieder  im  Gleichen,  als  wo  es
der  allgemeinen  Bildung  des  Volkes  und  einer  sicheren  Wirksamkeit
  auf  die  ganze  Lebensweise  desselben  gilr.

Nun  aber,  mit  innigster  Wehmuth  sey  es  gesagt,  eben
diese  auf  allgemeine  Volksbildung  wirkenden  Erziehungs-Anstalten
  sind  noch  in  unserem  Vaterlande  die  versäumtesten.
Noch  ist  unseres  Wissens  bis  jetzt  in  ganz  Wirtemberg  auch
nicht  eine  sogenannte  Industrieschule  vorhanden.

Der  ganze  Aufwand  eines  solchen  Institurs  beträgt  jährlich
  ungefähr  allerhöchstens  dreißig  Gulden,  und  so  manches
Dorf  har  einen  sogenonnten  Heiligen,  von  dem  eine  Ausgabe
dieser  Art  leicht  bestritten  werden  könnte,  und  noch  nicht  ein
Dorf  hat  ein  Iustitut  dieser  Arr.  So  unbestreitbar  auch  der
große  Nutzen  desselben  ist,  um  gerade  der  zahlreichsten  und
leicht  auch  furchibarsten  Klasse  der  Menschen  im  Staate,  von
erster  Jugend  auf,  Erwerbsamkeit  und  Arbeit  so  zur  Freude
zu  machen,  daß  allein  schon  damit  ein  wichtiger  Theil  ihrer
sittlichen  und  politischen  Bildung  ziemlich  gesichert  wäre.

So  wäre  auch  ein  gutes  Schulmeister-Seminarium
  eines  unserer  ersten  und  dringendsten  Landesbedürfnisse.

Alle  Welt  weiß,  daß  ein  gescheiter,  guter  Schulmeister
in  einem  Dorse  noch  weit  mehr  Segen  stiften  kann,  als  ein
geschickter  Pfarrer,  und  alle  Welt  weiß  auch,  wie  klein  bei