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schrien  werden;  aber  seyd  ruhig,  es  gilt  keinem  Privat-Interesse,
  sondern  dem  Gemeinwohl.

Seyd  in  allen  euren  Privatverhältnissen  gefällig  und  zuvorkommend
  gegen  Jeden,  halret  eure  Hände  rein  von  aller
Habsucht,  und  seyd  nie  zudringlich  zum  Theilnehmen  am  Geschäfte
  der  Ausführung,  so  werden  doch  manche  der  Unpar,
teiischen,  deren  Stimme  zuletzt  immer  entscheidet,  endlich
begreisen  müssen,  wie  ungerecht  ihr  erstes  Urtheil  war.  Es
ist  ja  aber  auch  wohl  sehr  natürlich,  daß  Schlafende,  die  geweckk,
  oder  Schläfrige,  die  wach  erhalten  werden  sollen,  erst
eine  Zeit  lang  höchst  unbehaglich  sind.

Der  Ausschuß  hätte  unsertwegen  seit  dem  letzten  Landtage
oder  seit  der  Beendigung  des  grohen  Prozesses  mit  Herzog
Karln  noch  ein  paar  Tonnen  Goldes  mehr  brauchen  mögen,
wenn  nur  auch  irgend  ein  solches  bleibendes  Denkmal
seiner  Sorge  für  das  Gemeinwohl,  wie  z.  B.  die  Errichtung
eines  Schulmeister-Seminariums  gewesen  wäre,  aus  diesen
mehr  als  zwanzig  Jahren  des  gesegnetsten  Friedens,  wie  sie
ach!  vielleicht  nie  wiederkommen,  aufgewiesen  werden  könnte.

Was  wäre  nicht  jetzt  schon  gewonnen,  wenn  nur  vor
zehn  Jahren  ein  Institut  dieser  Art  errichtet  worden  wäre!
Wie  mancher  Bauer  haͤtte  jetzt  bessere  Religionskenntnisse,
bessere  Einsichten  in  seinen  Landbau  und  in  die  kleinen  Geschäfte,
  die  er  daneben  treiben  kann,  mehr  Verstand  in  allem
seinem  Thun  und  Lassen,  mehr  Ordnungsliebe,  und  so  denn
auch  mehr  Liebe  zu  seiner  Obrigkeit!

Man  wird  euch  autworten,  daß  zu  allen  Instituten  dieser
  Art  das  sogenannte  geistliche  Gut  da  sey,  und  daß  der
Ausschuß  genug  gethan  habe,  wenn  er  für  die  Erhaltung  und
zweckmäßige  Verwendung  dieses  wichtigen  Fonds  sorge.