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Ohne  euch  nun  auf  Einiges  einzulassen,  was  mit  groͤßtem
  Recht  eben  auch  in  Beziehung  auf  das  geistliche  Gut
dem  Ausschuß  zur  schweren  Verantwortung  gerechnet  werden
könnte,  habt  ihr  mit  Ernst  gerade  darauf  zu  beharren,  daß,
wenn  das  geistliche  Gut,  von  dem  doch  fürwahr  in  den  letzten
  zehn  Jahren  für  die  Verbesserung  wichriger  Insiitute  mehr
als  je  in  einem  dreimal  größeren  Zeitraume  geschehen  ist,  selbst
noch  zu  Erhaltung  eines  solchen  Instituts  nicht  hinreichen
wollte,  dafß  billig  der  Ausschuß  sich  es  zur  Pflicht  hätte  rechnen
  sollen,  durch  Sparsamkeit  und  Ausmitklung  irgend  eines
kleinen  Fonks  die  Errichtung  desselben  möglich  zu  machen.
Was  härtte  ei  Wichtigeres  für  das  Gemeinwohl  thun  können?
und  wenn  ee  geschehen  wäre,  mit  welcher  Ehrfurcht  würde
jetzt  jeder  Würtemberger  seinen  Namen  nennen?

Sie,  die  Herren  vom  Ausschusse,  haben  aber  wie  dieß
nicht  gethan,  se  überhaupt  seit  mehr  als  zwanzig  Jahren  nichts
getban,  wozu  eia  recht  reger,  verständiger  Sinn  für  Gemeinwohl
  leicht  führez  konnte.  Wenn  es  noch  gut  ging,  und
wenn  es  noch  köllich  gewesen  ist,  so  blieb  es  bei  einer  gewissen,
  gewohnheitariigen,  allgemeinen  Verrichtung  ihrer  Amtspflichten.
  Etwa  moch  eine  kleine,  politische  Negociation  dazu,
ob  dieses  Jahr  der  Kammerbeitrag  verwilligt  werden  solle,
und  wie  lange  man  zu  zögern  Lust  habe,  bis  er  wieder  verwilligt
  werden  sollte.

Unstreitig  muß  zwar  auch  dieser  alltägliche  Gang  der
gewöhnlichen  Geschäftigkeit  eines  Korps  sicher  und  fest  fortgehen,
  und  dieß  ist  mit  Recht  überall  das  Erste,  was  man
sordert.  —  Aber  wen  doch  ein  Collegium  von  der  Bestimmung,
  wie  der  engere  Ausschuß  ist,  etlich  und  zwanzig  Jahre
lang  gar  nichts  Anderes  thut,  als  jenen  Gang  hält;  wenn
dieß  in  einem  Zeitalter  geschieht,  wo  Alles  um  sie  her  voll