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Landes,  und  sey  es  auch  selbst  mit  Einziehung  der  sogenannten
  lateinischen  Schule,  zu  errichten  seyn  werden.

Ihr  Beduͤrfniß  ist  weit  dringender,  als  das  der  Toͤchterschulen,
  denn  je  zahlreicher  die  Menschenklasse  ist,  für
deren  Bildung  durch  ein  Unterrichts,  oder  Erziehungs-Institut
gesorgt  werden  soll,  je  mehr  verdient  auch  das  letztere  die
Aufmerksamkeit  der  Männer,  die  für  das  Ganze  zu  wachen
haben.

Hier  ist  nicht  der  Ort,  auszuführen,  was  alles  in  einer
Bürgerschule  und  was  in  einer  gut  eingerichteten  Töchkerschule
  gelehrt  werden  müsse,  aber  man  kann  sich  der
zauberischen  Visionen  nicht  erwehren,  wie  sich  bald  allgemeine
Indusirie  und  Wohlhabenheir  vermehren,  und  schöne  Geisteskultur
  selbst  unterhalb  des  sogenannten  Mittelstandes  verbreiten
  könnte,  wenn  endlich  nur  einmal  ein  sicherer,,  verhälinißmäßiger
  Anfang  mit  der  Gründung  solcher  Institute  gemacht
wärc.

Unserem  Volke  mangelt's  fürwahr  nicht  an  trefflichen
natürlichen  Anlagen,  und  der  ganze  Menschenschlag  in  Wirtemberg
  isi  trotz  jedem  anderen  deutscher  Art;  aber  Wartung
und  Pflege  und  Bildungs-Institute  sind  nicht,  wie  sie  seyn
sellen.

Ach!  wir  sind  übel  daran!  Erst  hat  unser  hochseliger
Herzeg  Karl  ein  großes  Wesen  in  Stuttgart  angelegt,  das
freilich  für  unsere  Bedürfnisse  gar  nicht  berechnet  war,  sondern
  so  weilschichtig  aussab,  als  ob  Wirtemberg  für  mehr  als
zwei  Dritrbeile  von  Deutschland  die  Erziehungskosten  zu  machen
  verpflichtet  wäre.  Allein  Dank  sey  doch  dem  hochseligen
Herrn!  Sein  JInstitut  hat  diesem  ungeachtet  auch  uns  unaussprechlich
  viel  genützt,  —  wie  viel  weiter  wäre  sonsi  noch  bei
uns  der  öffentliche  Geist  zuruͤck?