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Der  Nachfolger  Herzog  Ludwig  kam,  und  ließ  gleich  das
Ganze  mit  einem  Machtspruche  verschwinden.  Wer  mochte
mit  Recht  klagen,  da  der  Aufwand  einzig  von  Kammerschreiberei=
  und  Kamcral-Einkünften  bestritten  worden  war?

Nun  aber  fehlt  noch  der  Ersatz,  so  weit  das  Verschwinden
  jenes  Instituts  auch  in  den  dringendsten  Bedürfnissen  unseres
  Erziehungswesens  eine  große  Lücke  hinterlassen  hat,  und
unsere  alte,  schdne  Landes-Universttät  Tübingen,  wo  bloß  die
eigentlich  gelehrten  Männer  für  unser  Vaterland  erzogen  werden
  sollen,  kann  nach  ihrer  ganzen  gegenwärtigen  Einrichtung
und  diesem  Hauptzwecke,  für  den  sie  bestimmt  seyn  soll,  jene
Läcke  unmöglich  ergänzen.

So  weit  wird's  nämlich  nie  kommen,  daß  etwa  nur  der
größere  Theil  unserer  Munieipalitäten  aus  sogenannten  studirten
  Leuten  bestehen  könnte.  Die  Studirten,  die,  wie  leicht  zu
erachten  ist,  zu  ihrem  Studiren  viel  Geld  gebraucht  haben,
wollen  auch  gleich  viel  Einnahme  haben;  und  das  kann  bei
unsern  Stadtmagistraten  nicht  seyn.  Wie  wollten  wir  am
Ende  auch  alle  die  Gelehrsamkeit  verbrauchen,  die  uns  solche
studirten  Männer  mitbrächten?

Aber  das  läßt  sich  ohne  Schwierigkeit  bewirken,  daß  in
zweckmähig  eingerichteten  Bürgerschulen  Jeder  ohne  Unterschied
lerne,  seine  Gedanken,  so  viel  er  ihrer  hat,  ordentlich  zu  Papier
  zu  bringen,  und  Jeder  in  der  Geschichte,  Verfassung  und
den  Rechten  seines  Vaterlandes  einen  zweckmäßigen  Unterricht
sammt  allen  den  übrigen  Kenntnissen  erhalte,  die  zwar  nicht
den  gelehrten,  aber  den  gebildeten  und  verständigen  Mann
machen.

Wir  wollen  euch  aber  weder  hieräber,  noch  über  die  damit
  zusammenhängende  bessere  Einrichtung  des  Schreibereiwesens
  in  unserem  Vaterlande  weitläufiger  unsere  Meinung