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Dero  Frau  Gemablin,  Frau  Sophia  Albertina,  geb.
Graͤfin  von  Beichlingen,  geb.  den  23.  Dezember  1728.

Die  Durchlauchtige  Descendenz:  Wilhelmine  Friederike  2c.

Ein  erstes  Erscheinen,  wie  gewöhnlich  die  ersten  Erscheinungen
  dieser  Art  zu  seyn  pflegen.  Der  Eintrikt  wird  zwar
erlaubt,  aber  man  wird  doch  immer  noch  als  halbe  Contrebande
  behandelr.

Von  einer  Durchlauchtigen  Frau  Gemahlin  ist  noch
nicht  die  Rede;  doch  heißt  schon  die  Descendenz  Durchlauchtig.

Auch  liegt  eine  kleine  Nüancirung  darin,  daß  es  nicht
wie  sonst  heißt:  „Dero  Durchlauchtige  Descendenz“  sondern
bloß:  „Die  Durchlauchtige  Descendenz.“  Soelbst  der  allgemeine
  Ausdruck:  „Descendenz“  half  glücklich  durch,  daß  man
nicht  nöthig  hatte,  Prin  zessinnen  zu  setzen  oder  zu  verweigern.


In  dieser  Form  blieb's  nun  aber  sechs  Jahre  lang,  während
  welcher  im  eigenen  Hauswesen  des  ältesten  Bruders,  des
regierenden  Herzogs,  eine  große  Veränderung  vorging.

Herzog  Karl  hatte  zu  Ende  Oktobers  4784  seine  bisherige
  Geliebte,  Franziska  von  Bernedin,  geschiedene
Frau  von  Leutrum,  in  aller  Stille  zur  Linken  sich  antrauen
lassen,  und  im  Februar  1786  diese  Trauung,  als  vor  Jahr
und  Tag  geschehen,  feierlich  bekannt  gemacht.  Er  wollte  sie
nicht  mehr  bloß  zur  Gattin,  sondern  zur  Herzogin  haben.

Kam  jetzt  im  wirteinbergischen  Staatskalender  die  Durchlauchtigste
  Frau  Gemahlin,  Frau  Franziska  Theresia,
  so  konnte  es  jetzt  auch  auf  dem  umgeschlagenen  Blatte
uninöglich  anders  heißen,  als:  die  Durchlauchtige  Frau
Gemahlin,  Frau  Sophia  Albertina,  und  die
Durchlauchtigen  Prinze  ssinnen  Tochter.