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und  die  Hartnäckigkeit  der  Landschaft  überstieg  seiner  Meinung
  nach  allen  Glauben,  daß  sie  dennoch  das  Geld,  das
vorhanden  sey,  nicht  herschießen  wolle.  Unser  Heil,  soschließt
er  endlich  seinen  Brief  an  Renz  (Ludwigsburg,  25.  April  1765),
muß  eben  dermalen  von  Wien  kommen,  und  dürfen
  wir  nur  nicht  mehr  vor  das  tägliche  Brod
bei  unserem  Militär-Etat  sorgen,  so  werden
hoffentlich  alsdann  Seine  herzogliche  Durchlaucht
  endlich  solche  Einrichtung  zu  treffen  geruhen,
  vermittelst  deren  Höchstdieselben  Ihre
Sachen  in  bessere  Umstände  versetzen  können.
Freilich  sollte  das  Heil  nur  in  aller  Eile  von  Wien  kommen,
  und  die  feinen  Rarhgeber,  die  noch  vor  einem  Jahre
den  Leidenschaften  und  der  Verschwendungssucht  des  Herzogs,
wie  Frohnknechte,  die  überall  noch  zuvoreilen  wollen,  gedient
hatten,  sahen  jetzt  selbst  mit  Sehnsucht  und  Angst  der  Hoffnung
  entgegen,  daß  endlich  doch  der  Herzog  neue  Einrichtungen
  treffen  werde.  Denn  was  der  ehemalige  Rothgerbers-Geselle
  und  Feldwaibel  Wittleder,  der  seit  4762  der  hochansehnliche
  Chef  des  geisilichen  Administrations-Collegiums
war,  dieses  Jahr  an  erldstem  Dienstverkauf  einlieferte,  war
nicht  einmal  der  fünfte  Theil  dessen,  was  er  das  Jahr  vorher
  geliefert  hatte,  ?)  und  überdieß  ging  der  ganze  Ertrag
dieses  schändlichen  Handels,  außer  den  Prozenten,  die  Wittleder
  als  Faktor  zog,  einzig  zu  Höchsten  Handen.  Die  Kriegskasse,
  gegen  die  so  viele  leere  Hände  wohlverdienter,  treuer
Männer,  Sold  und  Recht  suchend,  ausgestreckt  waren,  erhielt
davon  keinen  Menning,  und  eine  so  kleine  Beute,  als  die
20,000  Gulden  waren,  die  man  um  diese  Zeit  aus  der  Kasse

*)  S.  das  herzogliche  Dekret  vom  27.  März  1765.