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der  geistlichen  Güter  abholen  ließ,  war  in  der  That  nur
eine  Hülfe  des  Augenblicks.

Zwar  an  eben  demselben  Tage,  an  welchem  Renz  zu
Wien  seinen  ersten  Rapport  nach  Haus  schrieb  (17.  April)
erging  an  sämmrliche  Ober-Forstämter  ein  Befehl,  der,  puͤnktlich
  vollzogen,  wenigstens  auf  mehrere  Wochen  wieder  Luft
machen  sollte.

Ohne  alle  weitere  Vorstellung  und  Einwendung,  so  lauteten
  die  Worte  desselben,  sollten  sämmcliche  vierzehn  Ober-Forstmeister
  des  Landes  500,000  Gulden  zum  Behuf  der
Kriegskasse  verzinslich  aufnehmen,  widrigenfalls  der  Herzog.
einzig  und  allein  an  ihre  Personen  sich  halten  würde.  Die
Hälfte  dieser  Summe  mußte  gleich  vierzehn  Tage  nach  der
Insinuation  dieses  Befehls  eingeschickt  werden;  vier  Wochen
nachher  das  Uebrige.  Hingegen  moͤchten  die  Ober-Forstmeister
so  viel  Holz  verkaufen,  als  zur  Heimzahlung  dieses  Anlchens
nothwendig  sey.

Schon  lagen  große  Passioschulden  auf  den  Forsikassen;
schon  hatte  man  auch  im  vorigen  Jahre  so  viel  Holz  geschlagen,
  daß  die  Ober-Forsimeisier,  an  deren  devoten  Hofgesinnungen
  gewiß  doch  nicht  gezweiselt  werden  konnte,  zu  einer  ernstlichen
  Vorstellung  sich  gendthigt  sahen,  und  dießmal  sollte
nun  außer  den  gewöhnlichen  Bedürfnissen  des  Landes,  und
außer  dem,  was  die  Kammer  als  jährliche  Einndhme  vom
Holzverkauf  aus  den  herrschaftlichen  Waldungen  zu  erwarten
hatte,  noch  eine  solche  außerordentliche  Quantität  gefällt  werden.
Die  Rechnung,  die  der  Projektmacher  gemacht  hatte,  war  gar
einfach  und  einleuchtend:  Wirtemberg  habe  so  und  so  viele
Morgen  Waldungen,  wenn  nun  nur  aus  jedem  Morgen  dieses
  Quantum  geschlagen  werde,  so  betrage  der  Gesammterls
so  und  so  viel.  Ob  solche  Holzfällung,  wenn  auch  für  einzelne

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