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zwei  Jahren  hingegen  war  ihm  eine  rauhe,  waldige  Gegend,
zwischen  Stuttgart  und  Leonberg,  wegen  ihrer  schoͤnen  weiten
Aussicht  sehr  aufgefallen,  und  wenn  schon  Grund  und  Boden
nicht  sein  gehoͤrte,  sondern  das  Eigenthum  eines  benachbarten
Dorfes  war,  so  faßte  er  doch  sogleich  den  Entschluß,  ein  schoͤ-nes
  Schloß  hier  zu  bauen.  Je  größer  auch  die  Schwierigkeiten
  wegen  des  Wassers  und  der  Herbeiführung  mancher  Bau-Materialien
  zu  seyn  schienen,  je  angenehmer  war's  ihm,  große
Schwierigkeiten  zum  Ueberwinden  vor  sich  zu  haben.  Solitüde
  hieß  der  neue  Lustsitz,  der,  während  daß  die  dringendste
Noth  bei  dem  Militär  war,  unnütze  Hunderttausende  kostete.

Daneben  mußten  denn  überdieß  noch  die  Maitressen  Geld
genug  haben,  und  allein  das  Fräulein  Josephine  von  Wimpfen,
  die  ihn  doch  kaum  nur  die  ersten  drei  Vierkheile  des
Jahres  1764  vergnügt  hatte,  zog  damals  für  sich  und  ihre
Verwandten  nebst  dem  bloß  zur  Namensänderung  ihr  angetrauten
Mann,  daß  sie  Frau  von  Königsegg  heißen  konnte,  jährlich
bie  große,  wohlbedingte  Pensionensumme  von  achtzehntausend
Gulden.  Ihr  war  denn  wieder  ein  Wechsel  von  italienischen
Tänzerinnen  und  Sängerinnen  gefolgt,  der  verderblicher  und
kostbarer  war.  Woher  nun  alle  die  Summen  nehmen,  die
zu  Bestreitung  eines  so  vielfachen  sinnlichen  Aufwandes  nothwendig
  seyn  mußeen?

Natürlich  ging  also  auch  bei  der  Renz'schen  Negociation
zu  Wien  zunächst  Alles  nur  darauf,  eine  ergiebige  jährliche
Geldsumme,  kraft  provisorischer  kaiserlichen  Verfügung,  als
landschaftlichen  Militärbeitrag  zu  erhalten,  und  dieses  recht
schnell  zu  erbalten,  auch  daß  alêdann  in  die  provisorische
Verfügung  selbst  nichts  einfließe,  was  den  herzoglichen  Rechts-Prätensionen
  nachtheilig  seyn  möchte.