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„Ich  mußte  erstlich  von  dem  Reichs-Vicekanzler  weitläufig
  anhören,  was  biéhero  sowohl  dem  kaiserlichen  Hofe,  als
auch  ihm  empftindlich  gefallen  sey,  wie  man  in  die  zu  erkennen
  gegebenen  Wege  zu  rechker  Zeit  nicht  habe  einschlagen
mögen,  wic  man  von  der  Abschickung  und  Anwesenheit  eines
kaiserlichen  Ministers  keinen  Gebrauch  gemachr,  vielmehr  die
beschehenen  Vorschläge  zu  kürzester  Abwendung  aller  Weirerungen
  bei  Seit  gesetzt,  auch  gegen  ihn,  Reichs-Vicekanzler,
in  Person  ein  Mißtrauen  gefaßt,  sich  an  Andere  gewendet
und  seine  beste  Intenrion  noch  verdächtig  zu  machen  gesuchr,
nebst  deme  mit  Bekanntmachung  ein  und  anderer  ehemaligen
Hofkorrespondenz  gleichsam  zu  intimidiren  vermeint,  zuletzt
aber  auch  sich  zu  einer  Zeit,  wo  der  koiserliche  Minister  an
dortigem  Hoflager  sich  besunden,  mit  den  anwesenden  fremden
Gesandten  in  besondere  Verhandlungen  dergestalt  eingelassen
babe,  daß  ersierwähntem  kaiserlichen  Minister  einige  Eröffnung
davon  zu  thun  ausdrücklich  verboten  worden  wäre,  ungeachtet
  die  fremden  Gesandten  selbst  communicative  mit  demselben
Alles  zu  traktiren  verlangt  baben.“

Gegen  Letzteres  protestirte  Renz  sehr  angelegentlich,  und
versscherte,  daß  gerade  die  fremden  Gesandten  es  gewesen  seyen,
die  sich  in  keine  Kommunikation  mit  dem  kaiserlichen  hätten
cinlassen  wollen.  „Allein,“  fährt  er  forr,  „der  Herr  Reichs-Vicekanzler
  ließ  mich  damit  nicht  auffommen,  sondern  wandte
am  Ende  Alles  dahin,  daß  sein  Vorhalt  gar  nicht  in  der
Absicht  geschehe,  als  ob  er,  wegen  dieser  nunmehr  vergangeneu
  Umsiände,  die  jederzeit  Euer  herzoglichen  Durchlaucht  in
seinem  Theil  gewidmete  Devotion  abändern  würde,  sondern
Hochstoieselben  versichert  seyn  sollten,  daß  sowohl  von  Seiten
des  kaiserlichen  Ministerii,  als  auch  seines  Orts  die  dabei
einschlagenden  eigenen  Unannehmlichkeiten  gar  wohl  eingesehen