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von  Wien  gar  zu  lange  ausblieb,  endlich  in  Gottes  Namen
  sich  entschloß,  den  Landständen  Friedens-Präliminarien
  zugusiellen.

Fast  erscheint  aber  doch  der  Graf  hier  noch  besser,  als
Renz,  denn  Letzterer  drückte  seine  ganze  Buße  in  den  Worten
aus:  „Es  ist  eine  besondere  Komplikation  der-Umstände,  in
welche  man  sich  schon  fügen  muß,  bis  man  nach  und  nach
wieder  in  seine  Avantage  kommen  kann.“  ")  Ob  wohl  der
kleine  Aufsatz:  „Principia  principum  etc.,“  den  er  um  diese
Zeit  bei  den  Reichshofräthen  cirkuliren  ließ,  und  mit  dessen
öffentlicher  Bekanntmachung  durch  den  Druck  er  zu  drohen
schien,  daß  die  Sache  des  Herzogs  commune  gravamen  aller
Reichsfürsten  seyn  müßte,  eines  der  schonen  Mittel  jetzt  werden
  sollte,  um  wieder  in  Abantage  zu  kommen?

Jene  erstangeführten  Friedens-Präliminarien  aber  recht
eindringlich  zu  machen,  setzte  Herzog  Karl  Folgendes  eigenhändig
  darunter:

„Vat.  Karl,  Herzog  zu  Wirtemberg,  ein  huldreichster
und  getreuer  Landesvater  aller  derjenigen,  welche  es  redlich
mit  dem  Herrn  und  Lande  meinen,  folgbar  freudensvoll  in
wahrer  Treu  und  Glauben  die  Hände  zu  vorstehenden  bestgemeinten
  Vergleichspunkten  bieten  werden.“

Und  Graf  Monmartin  übergab  das  Konzept  derselben
dem  landschaftlichen  Konsulenten  Hauff  mit  einer  gar  adaͤ-uaten
  und  eindringenden  mündlichen  Aeußerung,  die,  wie
er  ziemlich  sicher  hoffte,  wirken  müßte,  wenn  nur  nicht  der
preußische  Gesandte,  Graf  Schulenburg,  der  erste  und  einzige
Rathgeber  der  allgemeinen  Landesversammlung  wäre.  Dieser

)  Renzen's  Schreiben  an  Montmartin,  Wien  15.  Mai  4765.