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müssen  diese  nur  noch  weiterhin  so  lange  in  Geduld  stehen,
bis  in  der  Hauptsache  selbst  auf  cine  oder  die  andere  Art  die
Entscheidung  erfolgt.  —  Ich  wuͤusche,  daß  sich  solche  bald
vollkommen  zu  Seiner  herzoglichen  Durchlaucht  Gunsten  ergeben
  moge,  inmaßen  allhier  die  Umstände  täglich  beschwerlicher,
  verworrener  und  unbegreiflicher  werden.  Nur  eine  solche
erhabenste  Denkart,  wic  Seine  herzogliche  Durchlaucht  besitzen,
kann  sich  darüber  hinausschwingen,  Andere  moͤchten  und  würden
  dabei  am  Ende  unterliegen.“

In  einem  solchen  Tone  schrieb  dieser  Schmeichler  selbst
an  seinen  vertrautesten  Klienten;  nur  bisweilen  schlugen  kleine
Funken  durch.  „Zu  beklagen  ist,“  schreibt  er  ungefähr  vierzehn
  Tage  nachher,  *)  „daß  sich  just  dermalen  gewisse  Nebendinge
  einmengen,  welche  uns  von  Neuem  (in  den  längst
versprochenen,  besseren,  inneren  Einrichtungen)  zurückwerfen
dürften.  Gleichwohl  muß  man  stetshin  sich  das  Beste  mittlerweilen
  versprechen.“

In  der  Mitte  des  Nobember  wurde  endlich  die  Hofkom--mission
  eröffnet;  den  landschaftlichen  Deputirten  war  vorher
befohlen  worden,  eine  kurze  Konsignation  der  Beschwerden,
die  sie  ihres  Ortes  zum  Gegenstande  der  Kommission  machen
wollten,  verfassen  und  übergeben  zu  lassen.  Die  Aussichten
für  die  herzoglichen  Negociateurs  waren  aber  auch  hier  gleich
anfangs  nichts  weniger,  als  aufbeiternd.

„In  der  heutigen  Session,“  schreibt  Renz  an  Montmartin,
  769)  „hatte  man  sich  nur  noch  über  das  practeritum  vom
letzteren  Kriege  zu  verkriegen,  und  endlich  ist  eine  vorläufige
und  mit  Reservationen  verklausulirte  Erklärung  zum  Vorschein

*)  Ludwigsburg,  20  November  1765.
“)  Wien,  7.  Dezember  1765.