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mehr  nun  ihre  neue  Amtssphaͤre  von  einem  geheimnißvollen
Nimbus  umhuͤllt  wurde,  je  haͤufiger  die  Faͤlle  vorkommen
mochten,  daß  sie  da  entschieden,  wo  die  Oberräthe  nur  ein
Gutachten  zu  stellen  hatten,  oder  wenigstens  das  Bedenken
der  Letzreren  erst  noch  durch  ihre  Revision  gehen  mugte,  desto
schneller  erhoben  sie  sich  zu  einer  gewissen  Entfernung  von  jenem
  Collegium,  von  dem  sie  sich  so  eben  erst  getrennt  hatten.

In  der  That  fand  auch  selbst  die  Herzogin  Ober-Vormünderin
  nür  zu  frühe,  wie  sehr  sse  durch  diese  kollegialisch
verbundenen  vier  Männer  in  ihren  oft  willkürlichen  und  launenvollen
  Verfügungen  gehindert  werde.  Dem  neuen  Collegium
  war  also  auch  von  der  Hospartie,  die  damals  eine  wahre
Garderobepartie  gewesen  zu  seyn  scheint,  sogleich  wieder  der
Untergang  geschworen,  und  am  Vorwande  konnte  es  nicht
fehlen,  weil  jede  neue  politische  Einrichtung,  wie  jede  neue
Maschine,  die  zum  ersten  Male  spielt,  oft  unerwartet  kleine
Hemmungen  und  Reibungen  oder  unberechnete  Wirkungen
zeigt.  Vielleicht  mochte  wirklich  auch  nicht  ganz  unrichtig
seyn,  was  man  schon  in  den  ersten  Wochen  der  neuen  Geschäftsführung
  von  allen  Seiten  her  zu  klagen  angefangen
hatte,  daß  seir  der  Eristenz  des  neuen  Prinzipalraths  die  Arbeiten
  im  Oberrathe  gewaltig  Noth  leiden  müssen,  und  der
Oberrath  selbst  kein  Ansehen  mehr  haben  könne,  weil  alle  dirigirenden
  Männer  von  alter,  lang  bewährter  Amts-Autoritär
demselben  entzogen  seyen.

Man  schien  schleunig  belfen  zu  müssen,  und  die  Hülfe
entstand  ganz  auf  Kosien  des  neu  entstandenen  Collegiums,
so  leicht  sich  auch  ein  Mittelweg  hätte  finden  lassen.

Gleich  bei  dem  zweiten  Konvente,  den  die  Fürsten  Vormünder
  zu  Stuttgart  hielten,  wurde  folgende  Verfügung