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gewisse  Formen,  als  die  eigentlichen  Einrichtungen  derselben  erhalten
  ließen.

Herzog  Ludwig  trat  also  dem  Scheine  nach  nur  an  die
Stelle  des  Statthalters,  und  jenen  Formen  schien  völlig  Genüge
  gethan,  wenn  die  Vormünder  auch  nur  erklärten,  daß
sie  in  wichtigen  Reserbatfällen,  wo  man  bei  ihnen  anzufragen
gut  finde,  gewiß  nicht  entsiehen  würden.  ?)

Erst  1578  erfolgte  alsdenn  die  feierliche  Niederlegung  der
Vormumdschaft,  und  Herzog  Ludwigs  feierlicher  Antritt  der
schon  seit  drei  Jahren  von  ihm  geführten  Regierung.

Daß  Franz  Kurz  in  dieser  Zeit  gestorben,  0)  war  Herrn
Melchior  Jäger  viel  werth,  und  kaum  war  auch  Herzog  Ludwig
(1578)/.  die  Regierung  seines  Landes  feierlich  überlassen  worden,
so  präsentirte  sich  der  Herr  Kammer-Sekretarius  „als  ein  vertrauter,
  wiewohl  geringfügiger  und  unwürdiger  Kammerdiener“
  2#)  mit  einer  unterthänigen  weitläufigen  schristlichen
Erinnerung,  1)  wie  die  neue  Regierung  am  besten  geführt
werden  könne.

Auch  aus  diesem  Promemoria  erhellt,  daß  damals  noch
kein  Geheimerrath  gewesen,  11)  und  selbst  dritthalb  Jahre

*)  S.  den  neuesten  vormundschaftlichen  Abschied  vom  5.  Juli  1575
(Archiv-Urkunde).  Daß  die  Vormundschaft  damit  eigentlich
ein  Ende  gehabt  habe,  wenn  schon  die  förmliche  Niederlegung
derselben  erst  vier  Jahre  später  erfolgte,  erhellt  auch  daraus,
weil  dieser  neueste  Abschied  der  letzte  vormundschafrliche  Abschied
  ist.  Seit  diesem  kamen  also  weder  die  Fürsten  Vormünder,
  noch  ihre  Räthe  wieder  nach  Stuttgart,  um  zu  rezelliren.

*)  29.  August  1575.

0%2)  Seine  eigenen  Worte.

4)  Datirt  8.  Oktober  1578.  Das  Aktenstück  findet  sich  im  Archive
unter  der  Rubrik  Regimentssachen,  Kap.  C.  14  a.  B.  Nr.  Za.

tt)  „Fuͤufftens  ist  E.  F.  G.  sonderlich  daran  gelegen,  wem  Sie