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nachher  fehlte  es  noch  an  den  ersten  Elementen  seiner  Entstehung.
  Denn  in  einem  Bedenken,  das  Melchior  Jäger  über
den  damaligen  *)  Kanzleistaat  stellte,  findet  sich  folgende
Stelle:  „Daneben  aber  ist  rathsam,  wo  wichtige  geheime  Religions
  oder  Reichs  Sachen  im  Geheimen  Rath  zu  deliberiren
befohlen,  daß  derselb  hinfüro,  wie  bey  E.  F.  Gn.  Herrn  Vatern,
  mit  dem  Landhofmeister,  Canzler  und  noch  zweyen  gelerten
  Räthen  bestellt  und  also  die  andere  Junge  auch  in  derunter

  Ihren  Dienern  dero  geheime  Sachen  anvertrauen  wollen;
dann  in  Warhait  hochbedenckhlich,  die  Geheimbnuß  eines  Fürstenthumbs
  vilen  zu  offenbaren.  Darumb  werden  E.  F.  Gn.
dero  hochbegabtem  Verstande  nach,  weil  dero  Person  am  meisten
daran  gelegen,  und  es  mich  oder  keinen  andern  Diener  angeht,
darauf  bedacht  zu  sepn  wissen,  welchermassen  Sie  nit  allein
solche  in  der  Enge  behalten,  sondern  auch  wen  Sie  cligiren,
in  cujus  sinum  (wie  Terentius  sagt)  arcanga  tuto  effundere  audeat,
  da  vielleicht  nit  unrathsam,  wo  E.  F.  Gn.  vor  andern
hierunter  solche  Personen  gebrauchen,  die  entweder  im  Furstenthumb
  hußhäblich  gesessen,  Landkinder  und  E.  F.  Gn.  Unterthanen,
  oder  doch  wenigstens  bedacht  und  entschlossen  seyen,
auch  ire  Sachen  dahin  angestellt,  daß  sie  von  E.  F.  Gn.  nit  aussezen,
  sondern  biß  in  ir  Absterben  bei  derselben  bleiben  und
beharren.  Da  denn  neben  dem  obbemeldten  auch  in  Achtung
zu  haben,  daß  alle  Schriften  und  Handlungen,  so  E.  F.  Gn.
angebracht,  in  dero  Gemach  verwarlich  ligen  bleiben,  und  niemanden
  gestattet  werde,  das,  was  auf  E.  F.  Gn.  Tische  ligt,
zu  besehen  oder  zu  lesen.  Wie  dessen  beedes  E.  F.  Gn.  abermals
  ein  gur  Vorbild  an  dero  Herrn  Vatern  Christseel.  Ged.
haben,  und  wie  bei  S.  F.  Gn.  nit  allein  die  Canzleiacta
keiner  auf  dero  Tisch  besschtigen,  noch  vil  weniger  lesen  dörffen,
sondern  auch  was  Personen  Seine  F.  Gn.  ordinarie  in  Geheimen
  Rath  gezogen  2c.,  E.  F.  Gu.  genugsamb  berichtet  werden
könnten.“

*)  6.  August  1581.  Das  Aktenstück  ist  im  Archiv  unter  der
Rubrik  Regimentssachen  Laden  C.  11  a.  B.  Nr.  37  a.  zu  finden.