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bei  den  allerentscheidendsten  Schritten  gerade  solche  Maͤnner
genommen,  die  durch  keine  Amts-Responsabilität  dabei  gefaͤhrdet
  waren,  was  auch  ihr  Rath  oder  Einfall  seyn  mochte.

Dieser  Unverfassung  wünschte  man  endlich  ein  Ende,  und.
je  kritischer  damals  die  Zeiten  wurden,  je  gewisser  sich  voraussehen
  ließ,  wie  stürmisch  gleich  die  ersten  Regierungsjahre  des
jungen  Herzogs  Eberhard  III.  seyn  würden,  desto  weniger
durste  man  zaudern,  eine  tief  eingreifende  Resorm  zu  treffen,
und  der  ganzen  Konstitution  des  Landes  durch  die  neu  gesuchte
  Einrichtung  eine  Vollendung  zu  geben.

Es  ist  auch  leicht  zu  erklären,  warum  sich  namentlich  die
Landstände  hicraus  eine  so  wichtige  Angelegenheit  machten,
daß  sie  zu  eben  derselben  Zeir,  da  sie  dringend  darauf  beharrten,
  der  Hof=  und  Kanzlei-Etat  müßte  noch  mehr  eingezogen
  werden,  als  bei  der  schon  erfolgten  zahlreichen  Reduktion
damals  gescheben  war,  um  siete  Beibehaltung  eines  Gehcimen
Regimentsraths  baten,  und  also  ein  sehr  kostbares  neues  Negierungs-Institut
  fortdauernd  haben  wollten.

Sie  wollten  den  Privat-Rathgebern,  durch  deren  Einfluß
bisher  vorzüglich  auch  ihre  Rechte  gelitten  hatten,  und  die
man  doch  nie  böllig  entfernen  konmte,  durch  diese  Einrichtung
wenigstens  das  Spiel  schwer  machen.  Der  Regent  sollte
durch  das  Anhören  der  kollegialischen  Debatten  jedesmal  doch
von  der  ganzen  Lage  der  Sachen  unterrichtet  werden,  auch  sollten
  die  Maßregeln  der  Regierung  selbst,  die  bei  dem  Spiele
der  einzelnen,  oft  wechselnden  Rathgeber  nothwendig  unstet
seyn  müssen,  künftighin  vermittelst  der  kollegialischen  Behandlung
  der  Angelegenheiten  eine  gewisse  Festigkeit  und  Ordnung
erhalten.  Man  hielt  sich  überzeuge,  daß  unter  beiden  letzteren
Regierungen  manches  Gemeinschädliche  unterblieben  wäre,