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Diede  vernahm,  welche  Befehle  er  von  seinem  Herrn,  dem
Landgrafen  von  Darmstadt,  habe,  für  die  Herzogin  Murter
zu  negociiren,  und  wie  mußte  dieses  Erstaunen  bis  zur  höchsien“
Erbitterung  steigen,  da  er  endlich  klar  zu  sehen  glaubte,  daß
es  bloß  ein  Werk  des  Herrn  von  Mannteufel  sey,  und  ohne
ihn  nie  angesangen,  nie  so  weit  vollendet  worden  wäre.

Mannteusel  leugnete  zwar  Manches,  wie  es  nachher  zur
Erörkerung  kam,  und  wirklich  mögen  auch  einige  der  härtesten
Beschuldigungen,  die  der  Herzog  Administrator  ihm  machte,
nicht  ganz  richtig  gewesen  seyn;  aber  das  Ganze  zeigt  doch
deutlich,  daß  nicht  sowohl  über  die  Sache  selbst,  als  über
das  Mehr  und  Minder  gestritten  werden  konnte,  und  während
  daß  Friedrich  Karl  noch  zu  Wien  war,  ging  Mannteufel
von  Stuttg  art  hinweg  nach  Straßburg,  wahrscheinlich  weil  er
von  einiger  Ferne  her  zusehen  wollte,  welchen  Ausgang  es
nehmen  werde.

Wirklich  brach  auch  der  Zorn  des  raschen  jungen  Herzogs
Administrator  gleich  nach  seiner  Rückkunft  von  Wien  laut
aus  in  die  heftigsten  Verwünschungen,  und  Mannteufel,  dem
es  selbst  auch  zu  Straßburg  hörbar  werden  mußte,  in  welchen
Ausdrücken  Herzog  Friedrich  Karl  vor  den  Ohren  des  ganzen
Hofes  von  ihm  spreche,  wandte  sich  schriftlich  an  seine  Kollegen,
  und  schrieb  in  einem  Tone,  wie  nicht  bloß  der  verunrechtete
  Mann,  sondern  auch  der  durch  das  Eberhardinische
Testament  gesicherte  Geheimerath  schreiben  zu  dürfen  glaubte.

Es  ist  schwer  zu  sagen,  ob  die  Geheimenrähhe  recht  thaten,
  daß  sie  das  alles,  wie  es  von  Straßburg  kam,  dem
Herzog  Administrator  vorlegten.  Mannteufel  scheint  es  zwar
verlangt  zu  haben;  die  Wirkung  war  aber  leicht  zu  berechnen:
der  Zorn  des  raschen  jungen  Fürsten  wurde  noch  heftiger.