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Bei  solchen,  oft  ganz  entgegengesetzten  Berichten  ist  es
nicht  wenig  schwer,  zwischen  zwei  solchen  Partien,  als  damals
der  Administrator  und  das  Geheimeraths,Collegium  war,  unparteiisch
  das  Recht  zu  theilen.  Nur  wenn  man  auch  Ersterem
noch  so  sehr  günstig  seyn  mochte,  so  war  kaum  doch  zu  leugnen,
  daß  der  Administrator  trotz  der  heiligsten  Versicherungen
am  Ende  oft  nicht  Wort  hielt,  Manches  unternahm,  was
unmöglich  gur  ausgehen  konnte,  und  endlich  auch  in  allen
seinen  Anmahungen  immer  weiter  griff.

Ein  großes  Wagestück  dieser  Art  war's,  wie  er  zum
ersten  Male  bei  einem  Amtsstaat,  den  er  den  7.  September
  1688  einem  Kriegsrath  und  Obrist-Wachtmeister  ausfertigen
  ließ,  die  Geheimen  Regimentsräthe,  deren
Namen  soust  in  solchen  Amtsstaaten  immer  neben  dem  seinigen
  stand,  ganz  hinweg  ließ,  und  eine  noch  traurigere
Aussicht  erdffuete  sich,  als  er  1689,  wie  schon  erwähnr,  vollends
  gar  in  kaiserliche  Kriegsdienste  trat,  nachdem  er  fünf
Jahre  vorher  feierlich  darauf  Verzicht  gethan  hatte.

Seit  dieser  Epoche  kam  Sturm  auf  Sturm  von  ausfsen
  und  von  innen.  Die  Franzosen  besetzten  einen  Theil
des  Landes,  verübten  viel  Unfug,  und  schrieben  die  dräckendsten
  Kontributionen  aus.  Selbst  Stuttgart  hatten  sie
occupirt.

hellt:  „Es  ist  auch  ehemalen  vorgekommen,  ob  nicht  E.  F.  D.
unterthänigst  einzurathen,  daß  Sie  nichts  eigenhändig  unterschreiben,
  es  wären  gleich  Schreiben  an  fremde  Orte,  oder
Fürstl.  Rescripta  an  die  Ollicianten  im  Lande,  und  befonders
Decrete,  die  ohne  Anbringen  unterschrieben  sepn  wollen,  es
wäre  dann  eines  Geheimen  Secretarii  ganz  unten  angelezter
Name  mit  daben,  welches  an  vielen  Chur=  und  Fürstenhöfen
geschieht,  und  seinen  merklichen  Nuzen  hat.“