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solche  Raͤthe  bestellen  wuͤrden,  auf  deren  Devotion  der  kaiserliche
  Hof  sich  verlassen  könnte.  0)

Auch  blieb  es  trotz  aller  der  Bewegungen,  die  Herzog
Friedrich  Karl  nach  seiner  Rückkehr  aus  der  Gefangenschaft
dagegen  machte,  bei  der  einmal  getroffenen  Verfügung.  Und
da  jeder  große  Regimentswechsel  immer  zunächst  und  zuerst
im  Geheimenraths-Collegium  fühlbar  wird,  so  ereignete  sich
gleich  noch  in  eben  demselben  Jahre  wenigstens  im  Personale
des  Collegiums  manche  wichtige  Veränderung.

Jobann  Eberhard  von  Varnbüler  resignirte  vt)
und  ging  auf  seine  Obervogtei  Urach;  Johann  Georg
Kulpis,  wer  kennt  nicht  diesen  Namen  ?  wurde  Geheimer
Regimentsrath;  705)  ebenso  bald  darauf  der  bisherige  Rath
und  Hofmeister  des  jungen  Herzogs,  Johann  Friedrich
von  Stafforst.  4)  Was  noch  vorher  geschah  und  mir
Varnbülers  Nesignation  der  Zeit  nach  genau  zusammentraf,
der  bisherige  Vicepräsident  bei  dem  Wiemarischen  Tribunal,
Joachim  Rütger  von  Onstien,  wurde  zum  ersten

*)  Kailerliche  Reseripte  an  den  Grafen  von  Zeil  vom  24.  und
50.  Januar  1693.

*%)  16.  September  1693.

*  )  7.  März  1694.  Er  war  damals  ein  Mann  von  42  Jahren;
schon  seit  1686  war  er  in  wirtembergischen  Diensten  als  Oberrath
und  Kirchenraths-Vicedirektor.  Der  Geheimerath  und  Hofmeister
Forstner  von  Dambenoi  hatte  ihn,  der  damals  Prolessor  iostitutionam
  imperialium  et  juris  poblici  zu  Straßburg  gewesen,  im
Wildbade  perfönlich  kennen  gelernt,  und  dem  Herzog  Administrator
  empfohlen.  Er  war  von  Alsfeld  im  Darmstädtischen  gebürtig.
Straßburg,  wo  er  seine  nachher  zu  Gießen  vollenderen  akademischen
  Studien  angefangen,  hatte  ihn  gebildet,  und  der  berühmte
Freiherr  von  Boineburg  war  daselbst  sein  Mäcen  gewesen.

4)  Monar  November  4691.