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machte  zugleich  jene  noch  dringender,  und  diese  viel  wichtiger,
als  sie  wohl  ehedem  gewesen  wären.

So  ging's  fast  in  allen  größeren  deutschen  Staaten  bald
nach  dem  Wesiphälischen  Frieden,  und  so  enrwickelte  es  sich
also  auch  endlich  in  Wirtemberg.

Daher,  wie  nach  Kulpis  Tod  die  Kirchenraths-Direktors-Stelle
  von  der  Stelle  des  Konsistorial-Direktors  getrennt,  also
der  weltliche  und  geistliche  Kirchenrath  ganz  geschieden  wurden,
der  Oberrath  Johann  Rudolph  Seubert,  ehemaliger
Instruktor  Herzog  Eberhard  Ludwige.  zugleich  die  Kirchenraths--Direktors=
  und  E  hs-Stelle  erhielt.

Es  schien  also  jetzt  *  Plau  zu  seyn,  daß  die  Cbefs
der  beiden  Kammern  unausgesetzt  im  hoͤchsten  Landes-Collegium
ihren  Platz  haben  sollten.

Uebrigens  trieb  sich  acht  Jahre  lang  nach  Kulpis  Tode
die  ganze  Landesregierung  so  schlicht  und  gerade  fort,  daß
nian  selbst  bei  den  wichtigsten  Zeiten,  die  fuͤr  das  große  Publikum
  hoͤchst  stuͤrmisch  waren,  und  an  welchen  Wirtemberg
mehr  als  leicht  ein  anderes  Land  Antheil  nehmen  mußte,  ohne
irgend  eine  beträchtliche  Veränderung  der  alten  Bahn  treu
blieb.

Man  war  und  blieb  gut  kaiserlich,  wie  man  es  von  jeher
  gewesen  war,  denn  die  Geheimenräthe  wagten  es  nicht,
an  eine  andere  politische  Partie  zu  denken,  so  verführerisch  es
bei  dem  Anfange  des  spanischen  SucMcessionskrieges  zu  seyn
schien,  mit  Bayern  gemeinschaftliche  Sache  zu  machen;  der
junge  Hergog  selbst  aber  that,  was  man  ihn  thun  hieß.

Es  blieb  also  auch  im  gewöhnlichen  Gangé  der  Regierungs-Geschäfte
  fast  überall  beim  Alten,  und  in  Beziehung  auf  das  Geheimeraths-Collegium
  war  während  dieser  Zeit  die  ganze  Veränderung
  nur  ungefähr  diese,  daß  man  einen  neuen  Geheimenrath

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