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ihn  noch  überhäufte,  so  hatte  er  schon  den  Befehl  zu  seiner
morgenden  Arrctirung  unterzeichnet.

Kaum  war  auch  Röder,  der  in  der  Nacht  nach  Stuttgart
zurückfuhr,  hier  angekommen,  so  erfolgte  der  Arrest,  und  daß
die  zugleich  verhängte  sirenge  Untersuchung,  besonders  seines
ganzen  Stallrechnungswesens,  mit  der  bölligen  Entlassung
des  beungnadigten  Mannes  sich  endigen  werde,  war  gleich  von
dem  Anfang  aus  sicher  vorauszusehen.

Was  war  denn  aber  sein  Verbrechen,  das  den  ganzen
Sturm  veranlaßt  haben  mochte?  Er  hatte  sich  vom  altesten
Bruder  des  Herzogs,  dem  Prinzen  Ludwig,  sein  Erb-Ober-Stallmeisieramt
  bestätigen  lassen,  und  leider  hatte  Prinz  Ludwig
  selbst  diese  Indiskretion  seinem  Bruder,  dem  regierenden
Herzog,  verrathen.

So  strenge  wurde  also  selbst  der  erste  Günstling  und  Minister
  behandelt,  so  hart  auch  nur  der  entfernteste  Gedanke  an
eine  künftige  Regierung  gestraft,  und  mit  so  tiefer  Verstellung
der  entscheidendsie  Streich  geführt.

Doch  vier  Jahre  nachher  ereignete  sich  ein  zweites,  in
Ansehung  der  ganzen  Landesregierung  noch  viel  kritischeres
Faktum,  das  nicht  nur,  wie  der  Röder'sche  Fall,  ein  Vorbild
der  künftigen  Regierung  war,  sondern  auch  schon  den  ganzen
Ernst  zeigte,  wie  man  ungesäumt  einer  Regierung  solcher  Art
Naum  machen  wolle.  Der  Kammerpräsident  von  Hardenberg,
  der  bei  allen  Gelegenheiten  auf  Ordnung  und  Wirthschaft
  drang,  wurde  auf  die  unwürdigste  Weise  hinweggestoßen,
und  die  Art,  wie  es  geschah,  war  folgende.

Der  Herzog  kam  ganz  unerwartet  in  den  Geheimen=Rath,
  *)  und  während  dieses  und  jenes  in  seiner  Ge-*)

  4.  April  1755.