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und  wollte  nebst  Oestreich  und  Frankreich  und  den  uͤbrigen  großen
  Maͤchten  Europens  gegen  Koͤnig  Friedrich  II.  von  Preußen
  4757  in  den  Krieg  zieben.

Leider  fand  auch  Hergog  Karl  gerade  in  dieser  Zeit  zwei
Männer,  die,  so  sehr  sie  einander  bald  zuwider  arbeiteten,
doch  unglücklicher  Weise  in  einem  wahren  Werteifer  zusammen,
trasen,  die  wilde  Gierigkeit  mach  Prunk  und  Selbstberrscherei,
die  sich  damals  wie  ein  Naturtrieb  in  dem  jungen  Fürsien
entwickelten,  auch  weder  durch  Empfindungen,  noch  Grund-=sätze
  der  Menschlichkeit  gemildert  wurden,  auf  jeden  reis,
den  es  im  Augenblick  kosten  mochte,  zu  befriedigen.  Man
wird  Rieger's  und  Montmartin's  Namen  in  der  wirtembergischen
  Geschichte  nie  vergessen.

Feuer  war  schon  seit  einiger  JZeit  Regiments-Quartiermei
sier  und  Hauptmann  bei  dem  Kreis-Dragoner-Regiment  in
wirtembergischen  Diensien  gewesen,  und  wohl  mit  großer  Ungeduld
  nur  das  gewesen,  denn  an  ihm  hatte  es  nicht  gefeblt,
sich  bemerklich  zu  machen.  Er  schien  auch  ein  Mann  zu  seyn,
für  Herzog  Karln  ganz  gemacht,  und  allein  nur  die  Idee,
die  Letzterer  damals  gefaßt  hatte,  daß  Rieger  seinen  Brüdemn,
den  Prinzen  Ludwig  und  Friedrich,  vorzüglich  zugethan  sey,
vereitelte  langehin  jeden  Versuch  des  Herrn  Hauptmanns,  sich
weiter  empor  zu  bringen.

Wahrscheinlich  aber  war's  doch  endlich  eine  Empfehlung
eben  dieser  Prinzen,  die  sein  Glück  machte.  Sobald  Herzog
Karl  aus  der  unglücklichen  böhmischen  Campagne  zurückkam,
während  welcher  er  einmal  mit  seinen  Brüdern,  oder  wenigstens
  mit  dem  älteren  derselben,  eine  heimliche  Unterredung

gehabt  haben  sell,  wurde  Rieger  mit  einem  Male  mit  Guaden
  überhäuft.