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Gleich  nämlich  in  den  ersien  Tagen  des  Dezembers  1757
wurde  er  als  Gebeimer  Kriegsrath  und  Obristlieurenant  beim
Generalsab  angesiellt,  und  von  diesem  Aufang  aus  ging  es
alsdann  fönf  Jabre  lang  fert  und  fort  zu  einer  immer  ausgebreireteren
  Machr,  und  einem  immer  tieser  greisenden  Einfluß
  in  alle  Staatsgeschäfte,  bis  endlich  der  schnelle  schreckliche
Sturz  einbroch.

Vielleicht  nur  einige  wenige  Monate  später  aber,  als
Rieger  in  seine  große  Thätigkeit  kam,  war  Graf  Sam.  Fr.
von  Montmartin  in  wirtembergische  ODiensie  getreten.
Maria  Theresia  hatte  ihn  zum  Staats=  und  Kabinetsminister
empfohlen.

Weil  es  aber  damals  schon  in  ganz  Deutschland  ruchbar
gewesen,  wie  er  vor  Kurzem  zu  Regensburg  als  sachsen-gotbaischer
  Comitial-Gesandter  das  Interesse  der  evangelischen
Partie  an  Oestreich  verrathen  habe,  so  kam  er  schon  an  mit.
wohlverdienter  publicisiischer  Infamie  belasict,  und  Alles,  was
er  nachher  während  der  fönfzehn  Jabre,  die  er  in  Wirtemberg
ministerte,  5)  an  böffentlichem  Leumunde  sich  erworben,  war
nur  Vervielfältigung  des  Kapitals,  das  er  mitgebracht  hatte.
Sein  Name  wird  ewig  ein  Brandmal  in  der  deutschen  Geschichte
  tragen.  Es  ist  übrigens  fehr  der  Mühe  werth,  zu  sehen,
  wie  ganz  verschiedener  Art  Rieger  und  er  gewesen  sind,
so  sehr  sie  auch  zusammen  wirkten.

Rieger  hatte  den  wahren  Cbarakter  eines  tevolutionären
Kopses.  Ein  Mann  voll  Genie  und  rastloser  Thätigkeir,  zu
Allem  geschickt,  was  er  seyn  wollte.  Er  sprühte  von  Einfällen.
  Nur  war  sein  ganzer  Sinn  und  Verstand  bloß  Einfall
auf  Einfall,  mit  Lusüigkeit  getrieben,  mit  Lustigkeit  gewechselt;

*)  Monat  Februar  1758  bis  Monat  Februar  1775.
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