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unvertilgbar.  Er  will  nicht  bloß  regieren,  sondern  herrschen,
sagte  man  sich  sogleich,  sobald  man  ihn  sah,  aber  eben  so
schnell  setzte  man  auch  hinzu:  er  herrscht  überall,  wo  er  herrscht,
bloß  als  der  erste  und  bereitwilligsie  der  Sklaven.

Die  Weisheit,  womit  er  bezaubern  wollte,  war  das  seltsamste
  Wortgepraͤnge,  das  er  trieb,  und  ein  wahrer  Bombast,
womit  er  die  gewöhnlichsten  auf  seinen  Herrn  sich  beziehenden
Dinge  ausdrückte,  5)  oder  Lügen  zu  Wahrheit,  Unrecht  zu
Recht  machen  wollte,  war  oft  der  ganze  Zauber  von  unterthänigsier
  Devotion,  womit  er  sich  seinem  Herrn  als  den
nützlichsten  Minisier  zu  erproben  schien.  Unterdeß  der  hobe
Phoͤbus  that  doch  eine  Zeit  lang  Dienste;  der  Herzog  selbst
gefiel  sich  in  der  seltsamen  Gaukelsprache  seines  Minisiers,  denn
es  war  die  Sprache,  die  er  selbst  gerne  trieb,  und  die  der
Herr  Minister  nur  ausgebildet  hatte.  Freilich  shien's  wobl
überhaupt  auch  zum  öbrigen  hohen  Hofglanze  zu  gehdren,  einen
  Reichsgrafen  zum  Minister  zu  baben,  und  diesen  Minister
  stets  in  tiefsier  Untertbänigkeit  vor  sich  zu  seben.

Nach  eben  demselben  Siyl  ging  es  auch,  daß  gleich  bei
Montmartins  Eintritt  in  die  wirtembergischen  Dienste  die  große
Veränderung  getroffen  wurde,  daß  man  ein  vom  Gebeimen=Nath
  ganz  abgesondertes  Stoats=  und  Kabinets-Ministerium
  formirte.  7)  Welche  Glorie!  diesen  Herren
Staats=  und  Kabinets-Ministern  769)  sollte  Jedermann  bei

*)  Ehedem  hieß  es  i  wirtembergischen  Adreßkalender  auch  beim
regierenden  Herzog,  wie  bei  allen  übrigen  Personen  des  herzoglichen
  Hausec,  geboren  den  .  .  .  Dem  Grafen  von  Montmartin
  schien  dieses  viel  zu  respektswidrig;  es  mußte  künfrighin
heißen:  haben  die  Anzahl  der  Hohen  in  der  Welt
vermehrt  den

*  )  11.  Februar  4733.
**  „)  v.  Wallbrunn,  Graf  v.  Montmartin,  v.  Pflug.