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und  Kenntnissen,  zum  guten  Geheimenrath  fehlen,  wie  er  durch
die  Protektion  der  Gräfin  von  Hohenheim  im  April  1775
diese  wichtige  Stelle  erhielt.  Allein  wenn  auch  so  nicht  gerade
der  kenntnißvolle  Geschäftsmann  sich  bildete,  so  bildete  „sich
doch  der  unermüdrte,  arbettsame  Mann,  und  Bähler  brachie
doch  eine  Keuntniß  mir  in  seine  neue  Laufbahn  hinein,  die  viel
werth  war:  die  genauste  Kunde  des  Charakrers  des  Herzogs.
Was  Arbeitsamkeir  und  richtiger  natürlicher  Verstand  leicht
nachholen,  das  hatte  er  ssch  in  kurzer  Zeir  erworben.  Ach!
hätte  der  Mann  nur  einigen  Sinn  für  große,  gemeinnützige
Absichten  gehabt!

Gewiß  es  war  ein  Schauspiel  eigener  Art,  wie  Herzog
Karl,  der  ein  selbstständiger  Regent  zu  seyn  meinte  und  auf
diesen  Ruhm  der  Selbsiständigkeit  hohen  Werth  setzte,  zur
Rechten  durch  die  Gräfin  und  zur  Linken  durch  Bühlern
gesührt,  auch  während  man  seinen  periodischen  Launen  noch
einen  kleinen  Spielraum  ließ,  von  diesen  Alliirten  einander
wechselseitig  zugeschoben  wurde.

Die  Alliirten  selbst  haben  auch  diese  schöne  Interessen-Verbindung
  vierzehn  volle  Jahre  hindurch  §)  trefflich  benutzt.
Der  schone  Bund  der  wechselsweisen  Aushülfe  hielt  unerschütterlich
  sest,  ob  auch  Herzog  Karl  manchmal  die  Augen  aufschlug,
  und  das  fein  gesponnene  Netz  auseinander  zu  werfen
drohte.  Er  war  zu  künstlich  umschlungen,  als  daß  er  wieder
in's  Freie  kommen  konnte.  Selbst  nur  zu  kleinen  Emancipationen
  vermochte  er  zuletzt  kaum  nur  mit  Mühe  zu  gelangen.
  Er  war  und  blieb  in  Weiberhänden;  nur  der  Tod  schien
ihn  frei  machen  zu  können.  Wirklich  gab's  auch  einen  kleinen
  Schimmer  von  Freiheit,  wie  die  Geheimeräthin  Bühler

*)  Von  1775  bis  1788.