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darin  mit  jedem  Kriege  viel  Aehnlichkeit  hat,  daß  man  wohl
anfangs  weiß,  worüber  man  eigentlich  den  Krieg  oder  Prozeß
  angesangen,  kein  Mensch  aber  wissen  kann,  worüber  man
nach  Jahr  und  Tag  kriegen  oder  prozessiren  werde.  Man
hat  es  durchaus  nicht  in  seiner  Gewalt,  zu  verhindern,  daß
nicht  unerwartet  Manches  hinzuschlägt;  und  unversehens  spielr
auch  oft  der  Gegner  den  Krieg  auf  ein  ganz  anderes  Territorium
  hin,  wo  man  weder  mit  der  alten  Leichtigkeit,  noch
Sicherheit  weiterfort  operiren  kann.

Bleibt  man  aber  auch  darüber  durch  Kunst  und  Glück
etwa  noch  Meister,  so  ist  es  eine  Sache  großer  Ucberlegung
  werth,  wie  leicht  die  Epoche  der  letzten  und  Alles  cutscheidenden
  Beendigung  einer  solchen  angesangenen  Sache
in  solche  Zeiten  fallen  kaunn,  wo  ganz  andere  politische
Kombinationen  vorliegen,  als  jene  waren,  bei  welchen  man
die  Sache  anfing.  Auch  Herzog  Karls  Prozeß  mit  seinen
Ständen  hätte  wohl  einen  ganz  andern  Ausgang  genommen,
wenn  nicht  Kaiser  Franz  Stephan  im  August  1765  gestorben
  wäre.  «

Gesetzt  aber  auch,  daß  man  der  bleibenden  Identität  der
politischen  Verhaͤltnisse  und  Kombinationen  ganz  versichert
seyn  koͤnnte,  was  doch  namentlich  in  gegenwärtigen  Zeiten
mehr  als  je  unmoͤglich  ist,  so  sind  doch  noch  manche  andere
hoͤchst  wichtige  Betrachtungen  uͤbrig.

Herzog  Karl  ist  dem  Hause  Oesierreich  zu  Ehren  mit  einem
  alle  Kräfte  seines  Landes  weit  übersteigenden  Aufwand
gegen  seinen  Erzieher  und  Wohlthäter  König  Friedrich  II.  von
Prcußen  mehrere  Jahre  hindurch  in  Krieg  gezogen,  und  die
unermeßlichen  Finanz-Bedürfnisse,  die  ihn  nach  dem  Hubertsburger
  Frieden  zu  einem  großen  Prozesse  mit  seinen  Ständen
zwangen,  sind  größtentheils  nur  Folgen  jener  Anstrengungen