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er  hatte  sich  große  Verdienste  um  den  kaiserlichen  Hof  in
den  damaligen  franzdsischen  Kriegen  erworben,  und  fürwahr
nicht  einer  der  persbnlichen  Vorwürfe,  die  etwa  Herzog  Karln
bei  seinem  Prozesse  nachtheilig  geworden  seyn  mögen,  iraf  ihn,
den  klugen,  hochverständigen,  edlen  Fürsten.  Es  gedieh  auch
damals  nicht  einmal  zu  einem  eigentlichen  Prozeß  mit  den
Ständen,  sondern  der  Reichs-Hofraths-Bice-Präsident,  Graf
von  Zeil,  kam  als  boisferlicher  Vergleichs-  Kommissär  in'’s
Land.  Allein  nur  das  Einzige  will  ich  sagen,  eben  das  Commissoriale,
  das  er  mirbrachte,  ist  noch  gegenwärtig  eincs  der
wichtigsten  Dokumente  zu  Gunsten  der  Stände.

Auch  hierauf  möchte  ich  mir  zwar  gern  die  Antwort  geben,
  daß  die  Umstände  jetzt  ganz  anders  als  damals  seyen,
und  unstreitig  sind  die  Umstände  in  zwei  historischen  Fällen
nie  ganz  gleich;  aber  die  historische  Pflicht  nöthigt  mich  doch
zu  sagen,  daß  unendlich  mehr  2  Aehulichkeiren,  als  Unähnlichkeiten
dieser  Fälle  sich  finden,  und  so  herzlich  ich  der  historischen  Klauberei
  feind  bin,  aus  Jahrhunderten  da  und  dort  willkuͤrlich
zusammensuchen  zu  wollen,  so  offenherzig  muß  ich  bekennen,
daß  Geschichte,  die  doch  im  Grunde  nichts  Anderes,  als  Erfahrung
  ist,  mir  keine  unsichere  Leiterin  in  Dingen  dieser  Art
zu  seyn  scheint.  Es  läßt  sich  auch  wohl  aus  der  Natur  der
Dinge  und  aus  tiefliegenden  Gründen  der  politischen  Verhältnisse
entwickeln,  warum  das  alles  so  kommen  müsse,  und  gewiß
in  jedem  neuen  Falle,  so  vielbersprechend  auch  die  ersien  Apparenzen
  seyn  mogen,  immer  auf  ebendieselbe  Art  wiederkom-=men
  werde.

Doch  gesetzt  endlich  auch  noch  den  Fall,  daß  man  sicher
zu  Wien  und  sicher  Alles  gewinne,  so  bleibt  doch  noch  eine
Frage  übrig:  wird  es  wahrer  und  reiner  Gewinn
seyn?