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Man  darf  nämlich  unter  den  gegenwärtigen  Umständen
bei  keiner  etwas  beträchtlichen  politischen  Operation  vergessen,
welchen  Eindruck  dieselbe  guf  das  Volk  oder  die  ganze  Masse
von  Menschen,  die  nicht  aktenmäßig  instruirt  ist,  noch  leicht
instruirt  werden  mag,  gewiß  machen  werde?  und  so  groß
auch  der  Trost  ist,  den  das  Bewußtseyn  redlicher,  pflichtmä-Higer
  Absichten  selbst  bei  den  entscheidendsien  politischen  Maßregeln
  gibt,  so  wenig  fühlt  man  sich  doch  damit  befriedigt,
sobald  man  irgend  eine  wichtige  Klugheitsmaßregel  dabei  versäumt
  har.

Siegte  also  auch  zu  Wien  die  gerechte  Sache  des  Herzogs,
  und  wäre  dieser  Sieg  so  vollständig,  als  wir  ihn  nur
wünschen  können,  so  liege  alsdenn  noch  das  Problem  auf:
welchen  Eindruck  wird  dieses  im  ganzen  Lande
machen?

Wäre  nur  der  Streit  der  Art,  daß  er  sich  leicht  auch
jedem  unkundigeren  oder  ungeduldigeren  Manne,  der  lange
Belehrungen  nicht  anhdren  mag,  mit  drei  Worten  begreiflich
machen  ließe,  so  wäre  ich  sehr  geneigt  zu  hoffen,  daß  das
Publikum  von  einer  selbst  durch  oberstrichterlichen  Ausspruch
gewonnenen  Angelegenheit  des  Herzogs  auch  auf  die  Gerechtigkeit
  der  übrigen  Forderungen  zum  Nachtheil  der  Landschaft
schließen  würde;  aber  leider  ist  der  Gegenstand  des  Streits
nicht  dieser  Art.  Die  Treiber  der  Gegenpartie  werden  ein
leicht  gewonnenes  Spiel  dabei  haben,  um  vermittelst  aufgeregter
  dunklen  Ideen  den  schädlichen  Wahn  zu  veranlassen,
als  ob  der  Herzog  nicht  sowohl  durch  die  Gerechtigkeit  seiner
Sache,  als  durch  persduliche  Verbindungen  oder  eigentlich  politische
  Verhältnisse  zu  Wien  gesiegt  habe.  Und  wie  weit
denn  solche  Treibereien,  durch  einzelne  Umstände  dem  unverständigen
  Haufen  wahrscheinlich  gemacht,  in  den  gegemwärtigen