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politischen  Verhaͤltnissen  schnelle  fuͤhren,  und  welche  verblendete
  Leidenschaften  am  Ende  dadurch  schnelle  aufgeregt  werden
  können,  braucht  nicht  entwickelt  zu  werden.  So  sehr
zugleich  aber  auch  Votant  überzeugt  ist,  daß  die  Volksgesinnungen
  in  Wirtemberg  von  jeder  Revolution  himmelweit
entsernt  sind,  und  so  gerne  er  glaubt,  daß  die  ersten  europäischen
  Mächte  jeder  Revolution  in  Schwaben  mit  eben  der
Eilfertigkeit  steuern  müßten,  als  ob  es  Revolmionen  in  ihren
eigenen  Ländern  wären,  so  wenig  möchte  Vorant  daraufhin
kritische,  entscheidende,  starke  Mohregeln  anrathen.  Man  hat
es  bei  Helvetien  und  bei  Rom  gesehen,  wie  schwer  sich  berechnen
  läßt,  was  die  ersten  europäischen  Mächte  thun  werden,
  und  hat  es  auch  in  mehreren  Beispielen  unsers  Zeitalters
gesehen,  wie  leicht  billige  Gesinnungen  des  Publikums  erhalten
  oder  Erbitterungen  veranlaßt  werden  mögen.

Wie  soll  man  sich  denn  aber  nun  in  einer
solchen  Lage  der  Dinge  helfen,  wo  alle  Ausgleichungs-Traktaten
  mit  der  Landschaft  in  dicsem
  Punkte  bisher  nichts  gewirkt  haben,  und
der  stracke  rechtliche  Weg  nicht  versucht  werden
solle?

Man  muß  sich  helsen,  wie  jeder  König  ssch  hilft,  der
mit  seinen  Ständen  oder  mit  seinem  Parlamente  über  gewisse
Punkte  uneinig  ist.  Man  treibt  die  Ideen  so  lange  herum
und  negociirt  so  lange,  bis  endlich  der  Gegentheil  mürbe
wird;  man  gleicht  aus;  man  sucht  interimistische  Maßregeln,
und  eben  die  ausharrende  Geduld  oder  Mannichfaltigkeit  der
Wendungen  eines  Gegenstandes,  die  oft  in  völkerrechtlichen
Streitigkeiten  bei  Negeciationen  zweier  von  einander  unabhängigen
  Mächte  siegt,  siegt  auch  am  Ende  nicht  selten  bei
Negociationen  zwischen  einem  König  und  seinen  Ständen.