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2.  Sattler,  Geschichte  des  Herzogthums  Wirtemberg.
  Elfter  Theil.  Ulm  1780.  *)

Von  dieser  Geschichte,  deren  zehn  erste  Theile  in  unsern
Anzeigen  76)  (von  einem  andern  Recensenten)  schon  brurtheilt
worden  sind,  ist  noch  im  vorigen  Jahre  auch  der  elfte  Theil
erschienen,  und  das  ganze  Werk,  das  sich  seiner  Vollendung
zu  nähern  anfängk,  ist  noch  immer  unter  allen  deutschen  Provinzial-Geschichten
  die  einzige  ihrer  Arr,  da  sich  bei  keiner  von
allen  übrigen  ein  so  reicher  Vorrath  der  wichtigsten  Urkunden
des  vierzehnten,  fünfzehnten  und  sechzehnten  Jahrhunderts  findet.
  Es  bleibt  ein  dauerndes,  höchst  rühmliches  Denkmal  der
Regierung,  unter  welcher  es  angesangen  und  vollendet  wird,
da  dieser  ganze  Vorrath  von  den  wichtigsten  Dokumenten  und
Aktenstücken  auf  ausdrücklichen  Befehl  und  Genehmigung  des
Hergogs  bekannt  gemacht  worden  ist,  und  nun  der  künftige
Geschichtschreiber  den  sichersten  Stoff  hier  vor  sich  findet,  welchen
  er  weiter  verarbeiten  kann.  Dieser  elfte  Theil,  welchen
wir  gegenwärtig  vor  uns  haben,  sängt  mit  1677  an,  und
begreift  nur  fünfzehn  Jahre,  konnte  auch  leider  fast  nichts,
als  Brandschatzungen  und  Gewaltthätigkeiten  der  Franzosen
erzählen,  von  welchen  Wirtemberg  in  dieser  Zeit  fast  eben  so
viel  gelitten  zu  haben  scheint,  als  Pfalz.  Die  Landtags=  und
landschaftlichen  Verhandlungen  während  der  Adminisiration
des  Herzogs  Friedrich  Karl  wurden  durch  diese  französischen
Gewaltthätigkeiten  sehr  viel  veranlaßt,  weil  bei  dem  langsamern
  Gang  der  Kreisverhandlungen  nicht  schleunig  genug  für
die  allgemeine  Noth  gesorgt  werden  konnte.  Die  erzählten

*)  Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  1781.  Stück  32.
"#)  1779.  Zugabe  Stück  39.