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Charakter  Eberbards  aufmerksam  gemacht  hätte.  Uebrigens
hat  die  ganze  Schrift  bei  solchen  cinzelnen  Ausführungen  das
sonst  seltene  Verdienst,  daß  sie  weder  mit  Digressionen  überladen
  ist,  noch  bei  den  Digressionen,  welche  hie  und  da  nothwendig
  statt  haben  mußten,  kleine  histerische  Unrichtigkeiten
sich  zu  Schulden  kommen  ließe.  Wie  sehr  wönschen  wir,  daß
ein  wirtembergischer  Gelehrter,  mit  allen  udehigen  Hilfemitteln
  versehen;  das  Leben  von  Joh.  Val.  Andreä,  dem  trefflichen
  Zeitgenossen  Widerholds,  auf  eine  ähnliche  Art  schreiben,
oder  auch  nur  die  Beschreibung  mit  aufklärenden  historischen
Anmerkungen  herausgeben  mochte,  welche  dieser  feine  Kopf
von  sich  selbst  hinterlassen  hat.

4.,  Spittler,  Geschichte  Wirtembergs.  Göttingen
783.

In  keinem  Theile  der  Geschichte  ist  wohl  die  wahre  historische
  Bearbeitung  des  Gegenstandes  gewöhnlich  noch  so
mangelhaft,  als  in  der  deutschen  Staatengeschichte.  Für
manche  Staaten  sind  bei  weitem  noch  nicht  einmal  die  Materialien
  vollständig  und  brauchbar  zusammengelesen,  und  bei
Bearbeitung  der  Geschichte  anderer  Staaten  scheint  man  veressen
  zu  haben,  daß  nicht  Alles  in  die  Geschichte  gehoͤrt,
was  brauchbar  für  mannichfaltige  Zwecke  in  der  Chronik
aufbewahrt  wird.  Der  Verfasser  hat  den  Vortheil  genossen,
daß  bei  weitem  der  größte  Theil  von  Materialien  der  wirtembergischen
  Geschichte  durch  den  Fleiß  der  Herren  Sattler,
  Moser,  Fischer  und  Schmidlin  schon  gesammelt

*)  Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  1785.  Stück  101.