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zu  beantworten.  Spittler  hat  in  seiner  Erzaͤhlung  den  jedem
Zeitalter  eigenen  Ton  absichtlich  beibehalten,  und  um  dem
Leser  darauf  zu  deuten,  citirte  er  bei  einigen  der  auffallendsten
Stellen  die  eigenen  Worte  des  alten  Schriftstellers.  Doch  hat
ihm  aber  auch  hier  wieder  eine  übersetzte  Stelle  aus  dem
Lobredner  und  Zeitgenossen  Herzog  Ulrichs  Vorwürfe  zugezogen,
  ungeachtet  gerade  im  Leben  dieses  Herzogs  Manches  gemildert
  worden  ist,  was  die  verehrungswürdigsten  Zeitgenossen
in  allzu  harten  Ausdrücken  sagten.  Wir  mögen  die  bekannten
schrecklichen  Worte  nicht  wiederholen,  welche  besonders  Reuchlin
  brauchte.  Es  ist  ein  hartes  Gesetz,  den  Historiker  verpflichten
  wollen,  daß  er  den  Ton  neuerer  Zeiten  in  die  Beschreibung
  der  alten  hineintrage,  und  wie  sehr  sich  doch  die
Zeiten  geändert  haben!  Was  vor  dritthalb  Jahrhunderten
der  Lobredner  von  seinem  damals  lebenden  Herzog  sagen
durfte,  das  zieht  nun  dem  Historiker,  der  die  Worte  entlehnt,
Vorwürfe  zu.  Wegen  des  würtembergischen  Privilegium  de
non  appell.  könute  sich  Spirtler  ohne  Rücksicht  auf  das,  was
längst  in  einem  bekannten  Selchowischen  Werke  gesagt  ist,
auch  auf  eine  sehr  merkwürdige  Stelle  in  Zellers  Beschreibung
von  Tübingen,  S.  154,  beziehen,  woraus  erhellt,  daß  man
noch  1585,  selbst  zu  Tübingen,  von  keinem  völlig  unbegrenzten
  Privilegium  dieser  Art  wissen  wollte.  Man  sieht  vielleicht
dle  Spittler'sche  Geschichte  bloß  als  Auszug  aus  dem  Sattler'schen
  Werke  an,  und  die  Befremdung,  Manches  in  jener  zu
finden,  was  in  diesem  nicht  steht,  gibt  alsdann  den  Gegenerinnerungen
  öfters  eine  Stärke,  wobei  weder  die  Wahrheit,
noch  das  Lehrreiche  gewinnt.  Eben  so  mochte  es  in  Ansehung
der  Vorwürfe  publicistischer  Parteilichkeit  wegen  der  Reichssturmfahne
  sich  finden;  wer  die  zwischen  Leibnitz  und
Kulpis  gewechselten  Schriften  gelesen  hat,  wird  finden,