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7.  (Christoph  Fr.  Cotta)  Ueber  das  Reichs-Erzbannerherrn-Amt.
  Wetzlar  1785.
Chr.  Fr.  Cotta,  über  die  Kurwürdigkeit
Wirtembergs.  Marburg  1785.2)

Wir  vereinigen  unter  dieser  Anzeige  zwei  kleine  Schriften,
  die  von  eben  demselben  Versasser  herrühren.  Oie  erstere
Untersuchung  bat  sich  schon  ehedem  durch  die  Wechselschriften
von  Leibniz  und  Kulpis  berühmt  gemacht.  und  zu  letzterer
sah  sich  der  Herr  Verfasser  durch  eine  im  vorigen  Jahre  zu
Amsterdam  erschienene  französische  Schrift  veranlaßt:  Essai
sur  le  ncuvrième  Electorat  par  D.  H.  Wagner.  Wir  kennen
  diese  kleine  französische  Abhandlung  nicht,  wissen  also  auch
nicht  zu  beurtheilen,  in  wie  weit  Hrn.  Cotta  sein  Gegensatz
gelungen  ist.  Seirdem  nun  Hessenkaffel  und  Hanau  vereinigt
sind,  dürste  manche  grmachte  Antithese  geändert  werden  müß
sen.  Bei  der  Untersuchung  der  Frage  vom  Reichs-Erzbannerherrn-Amt
  scheint  der  Verfasser  von  der  Meinung  auszugehen,
als  ob  Spittler  der  Leibnizischen  Hypothese  beigetreten  wäre,
so  klar  es  in  beiden  angeführten  Stellen  ist,  daß  er  weder
diese,  noch  die  Kulpisische  annahm.  So  gern  wir  dem  Hrtu.
Verfasser  das  Zeugniß  ciner  mit  Ordnung  und  Kenntniß  angestellten
  Untersuchung  geben,  so  wenig  ist  uns  doch  die  Hypothese
  von  Kulpis  wahrscheinlich  geworden,  und  offenbar
sind  Hauptschwierigkeiten  uneroͤrtert  geblieben,  die  zwar  Leibniz
  nicht  beruͤhrt  hat,  die  aber  nach  dem  gröheren  Reichthume
von  Nachrichten  und  Urkunden,  welchen  wir  jetzt  haben,  einem
  unparteiischen  Forscher  unmoͤglich  verborgen  bleiben
  koͤnnen.  Der  Herr  Verfasser  hat  wahrscheinlich  aus  Patriotismus
  seinen  Gegensiand  oft  gleichsam  in  die  Hoͤhe  zu

*)  Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  1785.  Stück  200.