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niß  künftigen  Mangels  hinzudeuten,  und  freilich  ist  nicht
zu  läugnen,  daß  die  Zeiten  des  Sammelns  stets  in  der  Geschichte
  gesunkene  Jeiten  gewesen  sind.  —  Allein  eine  andere
Frage  ist,  ob  dieses  Sammeln  nicht  nothwendig,  ob  bei  jenem
unglaublichen  Wuchern  unserer  Literatur,  ein  Sichten  des
Vorhandenen,  ein  Zusammenfassen  des  Jerstreuten,  damit  es
als  größere  gegliederte  Masse  nicht  mit  dem  Uebrigen,  was
die  Fluth,  wie  sie  es  angeschwemmt  hat,  auch  wieder  mit
fortreißt,  hinabtreiben  moge,  nicht  um  so  mehr  Bedürfniß
sev.  —  Wahrhaftig  nicht  jenem  literarischen  Taumel  des
Tages  verdanken  die  Werke  von  Goethe,  Schiller,
Herder,  Johannes  Müller,  Heeren  und  Anderen
ihre  Entstehung  und  die  günstige  Aufnahme,  die  ihnen  zu
Theil  geworden  ist.  Wie  bei  jeder  Gährung  das  Bessere
sich  vom  Schlechtern  sondert  und  sich  zusammenfindet,  so
ist  in  ihnen  gerade  das  geistige  Erbtheil  konzentrirt,  das  die
gegenwärtige  Zeit,  als  den  Skolz  unserer  Nation,  den  kommenden
  Geschlechtern  zurücklassen  wird.

Aber  gehdrt  auch  Spirtler  in  die  Jahl  jener  Gefeierten?
  Werden  wohl  die  Werke  eines  Mannes,  der  seit  mehr
als  dreißig  Jahren  aus  der  Schriftstellerwelt  getreten  ist,
insbesondere  eines  Historikers,  dessen  Tendenz  hauptsächlich
politischer  Art  war,  noch  Beachtung  finden  —  in  unseren
schnell  lebenden  Zeiten?  Welche  Schicksale  sind  seitdem  über
die  Welt  ergangen;  wie  sind  Throne  und  Voͤlker  zusammengerüttelt
  worden;  welche  Masse  von  Idcen  ist  in  Umlauf
gekommen;  wie  ganz  anders  haben  sich  die  politischen  Wissenschaften
  gestaltet!  —  Ist  zu  hoffen,  daß  der,  wenn  auch
für  seine  Zeit  außerordentliche  Mann,  auch  jetzt  noch  gerne
gehört  werde?

Mag  sich  gleich  ein  rühmendes  Erheben  der  Vorzüge
Spittler's  an  und  für  sich,  für  den  mit  dem  Perstorbenen