Gesetz  erwuche:  so  muͤssen  auch  die  Mittel  angezeigt  werden,
wodurch  hauptsächlich  solche  Veränderungen  bewirkt  wurden,  —
der  zufällige  Einfluß  gewisser  Jeiten  und  Umstände,  und  wie
sich  oft  Menschen  —  Zeit  und  Umstände  gemacht  haben.
Vollkommene  Entwicklung  derselben  wäre  meinem  Zwecke  nicht
gemaß,  und  müßte  mich  zu  Ausführlichkeiren  nöthigen,  wodurch
  das  Ganze  in  allguviele  Theile  zerstückelt  würde;  es  ist
mir  genug,  wenn  der  Kenner  der  Geschichte  merkt,  daß  mir
die  Sache  nach  ihrem  ganzen  Umfang  vor  Augen  lag,  und
wenn  derjenige,  der  noch  Ursache  hat,  Belehrungen  zu  suchen,
Winke  finder,  welchen  Spuren  er  weiter  nachgehen  soll.  So
sehr  es  nun  vielleicht  ermüdend  ist,  einem  Gang  von  Begebenheiten
  Jahrhunderte  lang  nachzuschauen,  wo  sich,  durch
keine  wohlthätige  Absichten  und  Eutwürfe  unterbrochen,  das
Sysiem  der  Herrschsucht,  und  endlich  auch  des  Betrugs  unter
dem  Schutz  der  Unwissenheit  beständig  fort  entwickelte,  so  angenehm
  isi's  doch,  wenn  man  bei  eben  dieser  Geschichte,
durch  eine  beständige  Rücksicht  auf  das  Ganze  der  Schicksale
der  Kirche,  wahrnimmt,  wie  der  Herr  seiner  Kirche  Gute
und  Boͤse,  Rechtglaubige  und  Jrrglaubige,  Tyrannen  und
Reformatoren  —  seine  Absichten  zu  befördern  zwang;  wie
er  oft  die  traurigsten  Lagen  seiner  Kirche  als  Vorbereitungszustand
  gebraucht  har,  um  sie  des  Genusses  gläcklicherer  Zeiten
  fähig  zu  machen.  Es  gilr  übrigens  auch  in  Ansehung
dieses  Theils  der  Geschichte,  und  es  gibt  auch  diesem  eine
wichrige  Brauchbarkeit,  daß  das  Hauptthema  noch  täglich
vor  unsern  Augen  ausgesührt  wird.  Schauspieler  und  Dekorationen
  sind  verändert,  vielleicht  auch  einige  unbeträchtliche
Nebenseenen;  aber  der  Zwist  zwischen  Staat  und  Kirche,  das
ewige  Dinglen  an  dem  Vrrbältniß  zwischen  Klerus  um
Layenschaft  dauert  noch  immer  fort,  und  wird  fortdauern,  so
lange  auf  beiden  Seiten  Menschen  sind,  die  lieber  befehlen