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als  sich  befehlen  lassen.  Der  künftige  Geschichtschreiber  des
achtzehnten  Jahrhunderts  der  Kirche  wird  vielleicht  nicht  Ursache
  finden,  Geschichte  der  Cäsaropapie  und  der  Herabwördigung
  des  Klerus  mit  mehr  wohlwollender  Behaglichkeit  aufzuzeichnen,
  als  wir  jetzt  Geschichte  der  Papocäsarie  und  der
Regentschaft  des  Klerus  bemerken;  wir  können  wohl  auch
noch  nicht  entscheiden,  bei  was  die  Welt  mehr  verlieren  wird,
und  ob  nicht  viele  Generationen  des  künftigen  Jahrhunderts
unter  einem  größern  Verlust  seuszen  werden,  als  manche
Generation  des  mitrlern  Zeitalters.  Doch  zur  Geschichte!

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Jesus  selbst  hatte  sich  während  seines  Wandels  auf  Erden
  noch  keine  Kirche  gesiiftet:  er  gieng  umher  als  Lehrer
unter  den  Juden,  und  streute  Saamen  aus,  der  künftig  unter
  der  Pflege  seiner  Apostel  erst  noch  weiter  aufkeimen  und
gedeihen  sollte.  Es  schien  auch  wirklich  nothwendig  zu  seyn,
daß  er  erst  seine  ganze  Laufbahn  vollendete,  da  die  letzten
und  wichtigsten  Hauptbegebenheiten  derselben  —  sein  Tod
und  sein  Leben  zur  Rechten  Gottes  —  einen  der  wesentlichsien
  Haupttbeile  des  Bekenntnisses  seiner  künftigen  Gemeinde
ausmachen  sollren;  und  so  lange  nicht  durch  den  Tod  Jesu
die  Scheidewand  zwischen  Juden  und  Heiden  hinweggeräumt
war,  so  konnte  die  Kirche  nicht  wirklich  errichtet  werden,  deren
  Hauptkennzeichen  seyn  sollte,  daß  in  ihr  weder  Beschneidung
  noch  Vorhaut  einigen  Vorzug  habe.  Aber  Jesus  hatte
sich  nicht  nur  selbsi  keine  Kirche  errichtet,  sondern  auch  durch
Befehle  und  vorläufige  Erinnerungen  so  wenig  bestimmt,  daß
fast  Alles  erst  noch  seinen  Aposteln  anzuordnen  übrig  blieb.
Zwei  *)  Ceremonialgesetze  hat  er  zwar  gegeben;  er  befahl

*)  Ich  fürchte  nicht,  daß  Jemand  gluube,  hiedurch  werden  die  übrigen
  Beziehungen  gelängnet,  welche  Taufe  und  heiliges  Abend-