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immer  bei  solchen  kaum  entstandenen  und  minder  zahlreichen
Gesellschaften  sind,  aber  der  Keim  zu  Allem,  was  in  der
Folge  hervorwuchs,  sieng  doch  jetzt  an,  sichtbarer  sich  zu  zeigen.
  Schon  in  der  Zeit,  wenn  sich  diese  neuen  Gemeinden  zu
ihrem  Gottesdienst  versammelten,  unterschieden  sie  sich  wohl
fast  gleich  aufangs  von  ihren  alten  Glaubensbrüdern,  denn
sie  feierten  neben  dem  Sabbat,  dessen  Feier  nur  allmählig
sich  verlohr,  zur  Ehre  ihres  auferstandenen  Messias,  auch  den
Sonntag.  Diese  Fesisetzung  eines  folchen  besondern  gottesdiensilichen
  Tages  mußte  nothwendig  die  Trennung  der  neuen
Gemeinde  von.  ihren  vorigen  Glaubensgenossen  theils  beschleunigen,
  theils  vollenden  *),  und  je  schneller  und  vollkommener
die  Trennung  geschah,  desto  leichter  wurde  die  neue  Gemeinde
  zu  einer  für  sich  selbst  bestehenden  Gesellschaft.

g.  3.

Die  Vestellung  gewisser  Lehrer  war  das  erste  und  dringendste
  Bedürfniß  dieser  neuen  Gemeinden,  also  auch  die  ersie
Sorge  der  Aposicl.  Aber  der  Lehrer  war  nicht  Oberherr  der
Gesellschaft,  er  war  nichts  als  Lehrer;  einzig  daraus  floßen
demnach  alle  seine  Verbindlichkeiten,  dahin  bezogen  sich  alle
seine  Nechte,  und  was  er  weiter  galt  oder  zu  thun  hatte,
das  hatte  mehr  seinen  Grund  entweder  in  den  Lokal-Umständen
seiner  Gemcinde,  oder  in  seiner  eigenen  Person.  Man  sieht
es  nicht  nur  an  der  Gemeinde  zu  Ferusalem,  sondern  auch
an  den  übrigen,  die  wir  aus  Paulus  Briefen  kennen,  wolche
ungekränkte,  demokratische  Frciheit  in  diesen  neuen  Gesellschaften
  zuerst  herrschte,  wic  der  Lehrer  nichts  weniger  als  den
Regenten  machte,  und  mit  welcher  Herablassung  selbst  die
Apostel,  die  doch,  kraft  des  Austrags  von  Christo,  im  Ton

*)  Ebr.  10,  :5.